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	<title>Achtsamkeit Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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	<description>Yoga- und Raumangebot in Freiburg</description>
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	<title>Achtsamkeit Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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		<title>Svādhyāya &#8211; Selbsterforschung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Mar 2026 15:35:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Müssen wir immer tiefer tauchen? In unserer aktuellen Lektüre „Neuro-Yoga“ von Anna Trökes und Bettina Knothe, schauen wir nicht nur aus philosophischer oder spiritueller Perspektive auf das „Selbst“, sondern auch neurowissenschaftlich darauf, was in unserem Gehirn und Nervensystem passiert, wenn wir Yoga üben.So ergänzen sich zwei Blickrichtungen: Die Yogaphilosophie lädt uns ein, unsere inneren Muster wahrzunehmen, während die Neurowissenschaft erklärt, wie sich Aufmerksamkeit, Erlebnisse oder Atmung konkret auf unser Gehirn und unser zentrales Nervensystem auswirken. Gerade der Gedanke der Neuroplastizität ist hier wichtig: Unser Nervensystem ist formbar. Durch Wiederholung, Erfahrung und bewusste Praxis können sich Muster, Routinen und Reaktionsweisen verändern.... </p>
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<h2 class="wp-block-heading">Müssen wir immer tiefer tauchen? </h2>



<p>In unserer aktuellen Lektüre „Neuro-Yoga“ von Anna Trökes und Bettina Knothe, schauen wir nicht nur aus philosophischer oder spiritueller Perspektive auf das „Selbst“, sondern auch neurowissenschaftlich darauf, was in unserem Gehirn und Nervensystem passiert, wenn wir Yoga üben.<br>So ergänzen sich zwei Blickrichtungen: Die Yogaphilosophie lädt uns ein, unsere inneren Muster wahrzunehmen, während die Neurowissenschaft erklärt, wie sich Aufmerksamkeit, Erlebnisse oder Atmung konkret auf unser Gehirn und unser zentrales Nervensystem auswirken. Gerade der Gedanke der Neuroplastizität ist hier wichtig: Unser Nervensystem ist formbar. Durch Wiederholung, Erfahrung und bewusste Praxis können sich Muster, Routinen und Reaktionsweisen verändern. Neuro-Yoga bedeutet für mich, aus diesem Verständnis heraus zu praktizieren, nicht nur „gefühlt“, sondern auch mit einem Bewusstsein dafür, wie wir durch bestimmte Übungen Sicherheit, Regulation und Lernfähigkeit in unserem System unterstützen können.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Svādhyāya – Philosophie und Gehirn</strong></h2>



<p>Wir studieren nicht nur alte Texte und unsere inneren Muster, sondern schauen uns an, wie unser Organismus, unser Gehirn, unser Nervensystem auf bestimmte Reize reagiert. Auf einer Ebene ist das sehr nüchtern – es geht um Areale, Netzwerke, Botenstoffe. Auf einer anderen Ebene stellt sich die gleiche Frage wie in der Yogaphilosophie: Wer bin ich, wenn mein Gehirn so funktioniert? Welche Spielräume habe ich, bewusst zu üben, statt nur automatisch zu reagieren?</p>



<p>Da ist dieser starke Wunsch, immer noch tiefer zu tauchen: das „wahre Hier und Jetzt“ zu finden, die Realität so sehen, wie sie ist, das komplette loslassen, alte Emotionen aufspüren, durchfühlen, transformieren. All das klingt nach intensivem inneren Prozess – und vieles daran ist ehrlich und berührend. Aber ich habe gemerkt: Für mich persönlich fühlt es sich manchmal zu sehr gewollt an. Als wäre die Suche nach Tiefe selbst zu einem Ziel geworden und die Wirkung unserer spirituellen Praxis auf das Nervensystem verfestigt womöglich genau jene alten Muster von Kontrolle, Optimierung und Anstrengung, die wir eigentlich hinter uns lassen wollten.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Ein Mensch ist keine Bohrinsel</h2>



<p>Neulich bin ich über ein Reel von<a href="https://www.instagram.com/reels/DVf4_4TjGCI/" id="https://www.instagram.com/reels/DVf4_4TjGCI/"> @soma_akademie </a>gestolpert, das genau das auf den Punkt gebracht hat: „Ein Mensch ist keine Bohrinsel.“<br>Dieser Satz hat mich zum Nachdenken gebracht.</p>



<p>Manchmal habe ich das Gefühl, dass Svādhyāya – die Praxis der Selbsterforschung – zu einer Art spirituellen Leistungssport werden kann. Tiefer fühlen, tiefer erkennen, tiefer heilen. Tiefe ist im Yoga dann das, was im Kapitalismus „höher, schneller, weiter“ ist.</p>



<p>Aber was ist, wenn ich gar nicht ständig tiefer bohren möchte?</p>



<p>Mir reicht es oft, mich nach einer Stunde Yoga ein bisschen besser zu fühlen. Mich bewegt, geatmet, gespürt zu haben. Mit meinen Gedanken nicht ganz so verheddert zu sein. Ein Tick mehr Boden unter den Füßen. Muss ich dafür jedes Mal bis an den „Kern“ meines Seins?</p>



<p>Vielleicht ist es aber ohnehin nicht entscheidend, wie tief ich gehe, sondern mit welcher inneren Haltung ich schaue. Schaue ich offen, aufmerksam und ehrlich? Oder mit einer versteckten Ambition, mich endlich zu reparieren, zu optimieren oder zu vollenden? Nicht nur was ich wahrnehme, ist wichtig, sondern auch wie ich wahrnehme. Ich denke die Tiefe der Praxis zeigt sich gerade dann, wenn wir aufhören, sie erzwingen zu wollen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Lauschen, statt Fragen und Bohren</h2>



<p>Mein Leben hat mich im letzten Jahr ganz von allein in eine intensive Phase der Selbsterkundung geworfen: nach dem Studium, ohne Job, ohne klare Rolle, in einem neuen Umfeld mit der Frage „Wer bin ich ohne all das? Was will ich wirklich?“. Bei der Überwindung dieser großen Unsicherheiten hat mir die durch das Yoga erlernte Fähigkeit, auf meine innere Intuition lauschen zu können sehr geholfen. Jetzt, wo ich wieder etwas mehr Boden unter den Füßen habe, möchte ich nicht ständig meine Entscheidungen und Identität hinterfragen, sondern Vertrauen in den Weg, der mich hierher gebracht hat.&nbsp;</p>



<p>Vielleicht muss hier ein Missverständnis über Self Inquiry aufgeklärt werden: Es geht weniger um bohrendes Fragen nach dem Warum, Wer, Wie oder Was – und mehr um eine Praxis des Lauschens. Ein stilles, aufmerksames Dasein mit dem, was sich im Inneren von selbst zeigt, gesehen, gehört oder gefühlt werden möchte. Solange wir uns mit unserer Persona identifizieren, bleibt unser Menschsein mit Angst, Begehren und Unwissen vermischt. Self Inquiry will uns nicht „verbessern“, sondern im Alltag klarmachen: Wir sind nicht die Gedanken, nicht die Gefühle, nicht die Reaktionen – sondern der Raum, in dem all das erscheint. Wir sind schon vollkommen; es geht nur darum, das zu erkennen.</p>



<p>Genau deshalb habe ich in meinen Yoga-Sessions oft einfach Lust, mit dem Atem zu spielen, mit der Bewegung zu experimentieren, mich zu erleben und zu fühlen – ohne den Anspruch, etwas Bestimmtes erreichen oder transformieren zu müssen. Wie wäre es, wenn wir uns öfter erlaubten, einfach ein bisschen zu leben, statt immer auf eine große Erkenntnis hinzuarbeiten?</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Und trotzdem: Svādhyāya als gelebtes Neuro-Yoga</strong></h2>



<p>Und trotzdem biete ich selbst einen Kurs unter dem Titel „Svādhyāya Yoga“ an.<br>Ist das ein Widerspruch?</p>



<p>Für mich nicht. Denn Svādhyāya bedeutet nicht zwangsläufig, immer tiefer zu bohren. Es kann auch heißen, feiner zu spüren: unsere Propriozeption und Interozeption zu schulen, unsere innere Körperlandkarte zu verfeinern. Zu merken: Wie fühlt sich Sicherheit an? Wo spüre ich „Ja“, wo „Nein“? Was braucht mein Nervensystem heute &#8211; Anregung oder Ruhe?</p>



<p>Genau hier knüpft unsere Lektüre „Neuro-Yoga“ an: Wir lesen und besprechen, was im Gehirn passiert, wenn wir atmen, uns bewegen, Fokus lenken. Gleichzeitig interessiert mich, wie sich dieses Wissen in einer konkreten Praxis anfühlt. Ich möchte Yoga aus dem Verständnis für unser Gehirn und unser zentrales Nervensystem heraus üben, nicht als abstrakte Theorie, sondern als gelebte Erfahrung auf der Matte.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einladung</h2>



<p>Weil Worte das nur begrenzt transportieren können, möchte ich dich einladen, das gemeinsam auszuprobieren: Im Mai, wird es einen Workshop zum Thema Neuro-Yoga geben. Wir verbinden dort das Gelernte über das Gehirn mit erfahrbarer Praxis. Durch einfache Sequenzen, Atem- und Wahrnehmungsübungen, wird direkt spürbar, wie Svādhyāya und Neurowissenschaft sich im Körper treffen.<br>Denn am Ende spricht die Praxis immer noch am besten für sich.</p>



<p>Das&nbsp;nächsten Treffen des Yoga Book Club findet am 11. April um 11 Uhr im Yoga Raum&nbsp;statt.&nbsp;Alle aktuellen Infos zum Yoga Book Club findest du in unserem&nbsp;<a href="https://www.whatsapp.com/channel/0029Vb5yFH1DzgTJFHZ8M12O">Whatsapp-Kanal</a>. Mehr Gedanken über Yoga teile ich auf&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/_elisa_yoga?utm_source=ig_web_button_share_sheet&amp;igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==">Instagram</a>&nbsp;oder in meinen&nbsp;<a href="https://deinyoga-deinweg.de/">Yogastunden</a>.</p>



<p>Autorin: Elisa Kleinstück </p>



<p>Mitarbeit: Simon Meier<br></p>


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		<title>Neuro-Yoga: Wie Yoga auf unser Gehirn wirkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 11:32:58 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Yoga-Buchclub]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kapitel 1 &#8211; Der Ausgangspunkt unserer Yoga-Praxis: Das sich selbst überlassene Gehirn Im Februar sind wir mit dem Yoga Buch Club in eine neue Runde gestartet, diesmal mit dem Buch „Neuro-Yoga &#8211; Wie die alte Weisheitspraxis auf unser Gehirn wirkt“ von Anna Trökes und Bettina Knothe. Ein spannendes Thema, das uralte Yogaphilosophie mit modernen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet. Was ist das Ziel von Yoga? Schon bei unserer letzten Lektüre wurde deutlich: Yoga lässt sich kaum durch eine konkrete Praxis definieren. Yoga ist lebendig, vielfältig und im ständigen Wandel.Ein Leser hat unter meinem letzten Artikel die berechtigte Frage gestellt: Gibt es denn... </p>
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<h2 class="wp-block-heading">Kapitel 1 &#8211; Der Ausgangspunkt unserer Yoga-Praxis: Das sich selbst überlassene Gehirn</h2>



<p>Im Februar sind wir mit dem <em>Yoga Buch Club</em> in eine neue Runde gestartet, diesmal mit dem Buch <em>„Neuro-Yoga &#8211; Wie die alte Weisheitspraxis auf unser Gehirn wirkt“</em> von Anna Trökes und Bettina Knothe. Ein spannendes Thema, das uralte Yogaphilosophie mit modernen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist das Ziel von Yoga?</h3>



<p>Schon bei unserer letzten Lektüre wurde deutlich: Yoga lässt sich kaum durch eine konkrete Praxis definieren. Yoga ist lebendig, vielfältig und im ständigen Wandel.<br>Ein Leser hat unter meinem letzten Artikel die berechtigte Frage gestellt: Gibt es denn überhaupt einen unveränderlichen Kern oder eine Art übergeordnetes Ziel von Yoga?</p>



<p>Trökes und Knothe nehmen sich dem an und nennen das übergeordnete Ziel eines klaren Geistes. Doch was genau ist damit gemeint? Um dem nachzugehen, verbinden die Autorinnen alte yogische Vorstellungen vom Geist mit aktuellen Erkenntnissen der Gehirnforschung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein klarer Geist, was bedeutet das? </h3>



<p>Das Ziel eines klaren Geistes verweist auf das Yogaverständnis nach Patanjalis in den Yoga Sutras: <em>„Yoga Citta Vritti Nirodhah“</em> bedeutet so viel wie: <em>Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Aktivitäten des Geistes.</em><br>Beim ersten Lesen klingt das ganz simpel &#8211; verstanden, oder? Doch im Gespräch wurde schnell deutlich, wie komplex dieses Konzept wirklich ist.</p>



<p>Unsere Denkmuster, im Sanskrit <em>Vrittis</em> genannt, sind wie Wellenbewegungen in unserem Bewusstsein. Sie können verschiedene Zustände annehmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><em>Nidra</em></strong> beschreibt den unbewussten Zustand im Schlaf.</li>



<li><strong><em>Smritti</em></strong> steht für Erinnerung.</li>



<li><strong><em>Vikalpa</em></strong> bezeichnet alles, was nur in unserer Vorstellung existiert.</li>



<li><strong><em>Viparyaya </em></strong>bedeutet Verbledung oder auch „falsches“ Wissen.</li>



<li><strong><em>Pramana </em></strong>ist die reine Wahrnehmung.</li>
</ul>



<p>Diese geistigen Regungen werden ständig von Prägungen (<em>Samskaras</em>) und Triebkräften (<em>Kleshas</em>) beeinflusst, etwa von Ängsten, Abneigungen, Verlangen, dem egozentriertem Selbsterhaltungstrieb oder Irrtümern. Man kann sich das wie eine Brille vorstellen, die unsere Wahrnehmung trübt. Durch diese Brille entsteht eine verzerrte Sicht, im Yoga <em>Viparyaya</em> genannt. Ziel der Praxis ist es, diese trüben Filter zu erkennen und zu überwinden, um wieder zu einer klaren, unverfälschten Wahrnehmung (<em>Pramana</em>) zu gelangen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Yoga unser Gehirn formt</h3>



<p>Jeder Reiz, den wir von außen empfangen, wird durch unsere Prägungen bewertet. Das hilft unserem Gehirn, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Ohne diese automatisierten Abläufe wären wir schnell überfordert von der Reizflut der modernen Welt. Jeder Reiz hinterlässt wiederum selbst neue Spuren in unserem Nervensystem, die prägend sind für zukünftige Reizverarbeitungen.&nbsp;</p>



<p>Yoga bietet uns Werkzeuge und Methoden, um innezuhalten und diese automatischen Prozesse bewusst wahrzunehmen. Durch Achtsamkeit und Selbstbeobachtung können wir Muster erkennen und in tiefere Schichten des Bewusstseins eintauchen. So entsteht die Möglichkeit, unser Gehirn im übertragenen Sinn <em>neu zu programmieren</em>.</p>



<p>Das ist der Kern von Selbstwirksamkeit: die Fähigkeit, Erfahrungen im Hier und Jetzt wahrzunehmen, anzunehmen und achtsam mit ihnen umzugehen, frei von den trübenden Denkmustern, die uns oft unbewusst leiten. Nur so sind wirklich freie, selbstwirksame Entscheidungen möglich und wir sind unseren Denkmustern nicht länger ausgeliefert.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Alles passiert im Kopf? </h3>



<p>Ein weiterer Aspekt hat uns beim Lesen besonders beschäftigt: Unser menschliches Gehirn ist einzigartig, da wir dazu in der Lage sind in Zukunft und Vergangenheit denken zu können. Das führt leider nur all zu Oft zu endlosen Gedankenspiralen, Sorgen, Ängsten und negativen Gefühlen. Dabei dürfen wir uns, wie im ersten Kapitel des Buches beschrieben wird, vor Augen führen, dass es in der Welt außerhalb unseres Geistes diese Probleme nicht gibt. Im Außen existieren lediglich neutrale Ereignisse. Dissonanzen entstehen erst in unserem Inneren, in der Art, wie wir Dinge bewerten. Empfundene Probleme könnten demnach nur innerhalb des „Ich“ gelöst werden. Eine provokante These, oder?&nbsp;</p>



<p>Schnell kam in unserer Runde die Frage auf: Bedeutet das, dass jede:r allein für sein eigenes Leid verantwortlich ist, auch wenn dieses durch gesellschaftliche Strukturen oder Ungerechtigkeiten entsteht?<br>Ich konnte diesen Widerspruch für mich noch nicht ganz auflösen. Doch ich habe im Gespräch mit den Anderen verstanden: Auch wenn Leid nicht immer selbst verursacht ist, kann Yoga uns helfen, einen inneren Zustand zu finden, der Kraft und Klarheit schenkt.</p>



<p>Diese innere Stärke kann ein erste Schritt sein, sei es, um das eigene Leid anzuerkennen, Hilfe zu suchen oder bewusst Veränderungen einzuleiten. Yoga zeigt uns den Weg, der zwischen Annahme und Handlung liegt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Einladung zum Yoga Book Club </h3>



<p>Ich hoffe, dieser kleine Einblick konnte dir das Verständnis unseres Geistes und die Verbindung zwischen Yoga und Gehirn etwas näherbringen.<br>Wenn du neugierig geworden bist und heraus finden möchtest, wie das auf neurologische Vorgänge in unserem Gehirn übertragbar ist: Komm gerne zu unserem nächsten Treffen des <em>Yoga Book Clubs</em> oder hinterlasse einen Kommentar mit deinen Gedanken. Ich freue mich über Austausch, Fragen und neue Perspektiven, denn gemeinsames Nachdenken ist schließlich auch Yoga.</p>



<p>Das <strong>nächsten Treffen findet am 15. März um 11 Uhr im Yoga Raum</strong>&nbsp;statt.&nbsp;Alle aktuellen Infos zum Yoga Book Club findest du in unserem&nbsp;<a href="https://www.whatsapp.com/channel/0029Vb5yFH1DzgTJFHZ8M12O">Whatsapp-Kanal</a>. Mehr Gedanken über Yoga teile ich auf&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/_elisa_yoga?utm_source=ig_web_button_share_sheet&amp;igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==">Instagram</a>&nbsp;oder in meinen&nbsp;<a href="https://deinyoga-deinweg.de/">Yogastunden</a>.</p>



<p>Autorin: Elisa Kleinstück</p>



<p></p>
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		<title>Gelassenheit wächst</title>
		<link>https://yogaraumfreiburg.de/gelassenheit-wachst/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2026 17:19:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Durch Meditation Gelassenheit lernen </p>
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<h3 class="wp-block-heading">Warum wir erst loslassen müssen</h3>



<h3 class="wp-block-heading">Die Praxis beginnt mit dem Wahrnehmen</h3>



<p>In der <a href="https://yogaraumfreiburg.de/our-classes/meditation-awakening-the-self/" id="https://yogaraumfreiburg.de/our-classes/meditation-awakening-the-self/">Meditationspraxis</a> kommt innere Gelassenheit spät. Nicht, weil sie exklusiv wäre, sondern weil sie auf etwas aufbaut, das Zeit braucht. Bevor der Geist gleichmäßig ruhen kann, muss er sich mit dem vertraut machen, was ihn bewegt. Mit Unruhe, Ablenkung, Langeweile und der ständigen inneren Bewertung. Erst durch diese wiederholte Begegnung beginnt sich etwas zu verändern. Diese Qualität entsteht nicht als Flucht vor Störung, sondern als Stabilität, die im Kontakt mit ihr heranreift.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Der Anfang einer Meditationsstunde</h3>



<p>Zu Beginn einer Meditationsstunde zeigt sich dieser Prozess auf ganz alltägliche Weise. Menschen kommen an und bringen ihren Tag mit. Gedanken sind noch in Bewegung. Gefühle sind spürbar, aber nicht klar benennbar. Der Körper fühlt sich vielleicht präsent, angespannt, müde oder fremd an. Die Einladung besteht nicht darin, etwas davon zu verändern, sondern darin, es wahrzunehmen. Zu erkennen, was zugänglich ist und was sich entzieht. Zu spüren, wo Kontakt leicht fällt und wo er stockt. Diese innere Ausrichtung braucht Zeit und lebt von Geduld, nicht von Anstrengung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wenn der Geist anfängt zu kommentieren</h3>



<p>Fast unmerklich beginnt der Geist zu kommentieren. Er beurteilt die Qualität der Meditation, ordnet das Erleben als in gelungen oder misslungen, interessant oder langweilig ein. Ein Geist, der an ständige Beschäftigung gewöhnt ist, erlebt Stille zunächst oft als leer oder unerquicklich. Nicht, weil nichts geschieht, sondern weil nichts konsumiert wird. Mit der Zeit, wenn der Leistungsdruck nachlässt, zeigt sich eine andere Qualität. Eine ruhige Wachheit, die Gedanken als Bewegungen erkennt und Gefühle als Prozesse, nicht als Identität.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Loslassen nimmt Gestalt an</h3>



<p>Hier beginnt das Loslassen-Gestalt-Annehmen als Folge von Klarheit. Wir erkennen, wo wir festhalten, wo Angst sich als Kontrolle tarnt, wo Gewohnheit sich als Sicherheit ausgibt. Diese Einsicht löst das Festhalten nicht sofort auf, aber sie lockert es. Allmählich lernt der Geist, dass er loslassen kann, ohne sich zu verlieren, dass Offenheit nicht Haltlosigkeit bedeutet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Alles verändert sich</h3>



<p>Mit dieser Vertiefung beginnt eine weitere Einsicht zu wirken: Alles, dem wir begegnen, ist vergänglich. Es ist eine tägliche Erfahrung. Blumen verwelken. Nahrung verändert sich, nährt, verschwindet. Körper altern, regenerieren sich, verlieren Kraft. Wenn wir unseren Körper anschauen, ist unser Körper nicht mehr das eines Kindes oder Babys. Und dennoch leben wir oft, als sei Dauer selbstverständlich, überrascht vom Ende, widerständig gegenüber Verlust, als hätte jemand versagt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Dinge ins Verhältnis setzen</h3>



<p>Vergänglichkeit zu erinnern heißt nicht, sich vom Leben zurückzuziehen. Es bedeutet, Dinge wieder ins Verhältnis zu setzen. Ein zerkratztes Auto, ein hartes Wort, eine ungelöste Situation können uns vollständig einnehmen, wenn wir sie isoliert betrachten. Im Rahmen eines Lebens verlieren sie ihre Schwere. Nicht, weil sie unwichtig wären, sondern weil sie nicht alles sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wo innere Gelassenheit tatsächlich wächst</h3>



<p>Hier wächst innere Gelassenheit. Nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Verstehen. Sie gründet auf der Erkenntnis, dass wir keine getrennten Einheiten sind.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Das Beispiel der beiden Hände</h3>



<p>Denk an deine beiden Hände. Die eine benutzt du häufiger als die andere, und trotzdem würdest du nie zur weniger aktiven Hand sagen: „Du bist aber faul.&#8221; Wenn eine Hand sich verletzt, hilft die andere instinktiv – legt ein Pflaster drauf, schützt, kümmert sich. Ohne zu kalkulieren, ohne Gegenrechnung. Das ist eine natürliche Form von innerer Gelassenheit.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Nach innen gerichtet</h3>



<p>Das gilt auch nach innen. Wenn wir aufhören, schwierige Zustände zu bekämpfen, wenn Wut, Angst oder Groll nicht mehr als Feinde erscheinen, sondern als Hinweise, wird ein tragfähigerer Boden spürbar. Wir erkennen, dass manche Gedanken wie Gift wirken. Nicht, weil sie falsch sind, sondern weil sie den vergiften, der sie hält. Loslassen ist in diesem Sinn kein Geschenk an andere. Es ist ein Schritt der Klarsicht sich selbst gegenüber.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wem nützt das Festhalten?</h3>



<p>Die Person, die dir Unrecht getan hat, schläft vielleicht gut, isst entspannt, macht Urlaub, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden. Aber du sitzt Nacht für Nacht mit Gedanken, die dir den Schlaf rauben, die Verdauung beeinflussen, die Gesundheit angreifen. Vergebung, Loslassen, das ist nie in erster Linie für den anderen. Es ist für dein eigenes Wohlergehen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Die Praxis geht weiter</h3>



<p><p>Innere Gelassenheit ist keine Starre. Sie ist Ruhe ohne Widerstand. Und sie wird geübt, langsam und unvollkommen, im wiederholten Kontakt mit dem, was ist. Sie lässt  sich nicht beschleunigen. Sie lässt sich nicht erzwingen. Aber sie lässt sich kultivieren, einen Moment ehrlicher Beobachtung nach dem anderen.</p>In meiner Arbeit der vergangenen Jahre habe ich gesehen, wie viel möglich  wird, wenn es einen geschützten Raum für diese Art von ehrlicher Auseinandersetzung gibt, als gelebte Praxis. Ich gestalte gerade einen kleinen Mentoring-Container für Menschen, die spüren, dass sie ihren inneren Prozess strukturierter erkunden möchten, zusammen mit anderen, die diese Absicht teilen. Ein Raum, um bei dem zu verweilen, was wirklich Aufmerksamkeit braucht: eine Situation bei der Arbeit, die sich im Kreis dreht, eine Beziehung, die festgefahren wirkt, Fragen zu Richtung oder Gesundheit, die stille Zeit brauchen statt schnelle Antworten. Nicht um Lösungen von außen zu finden, sondern um die Schichten von Lärm abzutragen und wieder Kontakt mit der eigenen Klarheit aufzunehmen. Ich werde in den kommenden Wochen mehr dazu teilen. <br><br>Für deine eigene Meditationspraxis: <br><a href="https://www.youtube.com/@Insights_Journey" id="https://www.youtube.com/@Insights_Journey">Meditationen zum anhören.</a></p>



<p></p>
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		<title>Meditation als ein Weg, sich selbst kennenzulernen</title>
		<link>https://yogaraumfreiburg.de/meditation-als-ein-weg-sich-selbst-kennenzulernen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 01 Feb 2026 19:49:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
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		<category><![CDATA[meditation]]></category>
		<category><![CDATA[persönliche Entwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwahrnehmung]]></category>
		<category><![CDATA[sich selbst kennenlernen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Meditation sich selber kennenzulernen</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>Wenn innere Muster erkannt werden, müssen sie uns nicht länger aus dem Hintergrund steuern</p>
</blockquote>



<p>Viele Menschen kommen nicht aus reiner Neugier zur Meditation. <strong><a href="https://yogaraumfreiburg.de/wenn-freundlichkeit-leise-bleibt-2/" id="https://yogaraumfreiburg.de/wenn-freundlichkeit-leise-bleibt-2/">Meditation</a></strong>, sich selbst kennenzulernen, beginnt oft an einem Punkt, an dem etwas im Leben nicht mehr richtig greift. Reaktionen fühlen sich zu vertraut an, Emotionen übernehmen zu schnell, und das Gefühl entsteht, von Gedanken und Stimmungen mitgezogen zu werden. Meist ist es keine einzelne Situation, sondern eine leise Wahrnehmung, die sich über die Zeit verdichtet.<br><br>Meist ist es keine einzelne Situation, sondern eine leise Wahrnehmung, die sich über die Zeit verdichtet. Dieselben inneren Bewegungen wiederholen sich. Sie prägen Gespräche, Entscheidungen und Beziehungen auf eine Weise, die sich nicht mehr stimmig anfühlt. Irgendwann entsteht der Wunsch, genauer hinzusehen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was sichtbar wird, wenn das Tempo langsamer wird</h2>



<p>Wenn du beginnst, dich hinzusetzen und das Tempo etwas herauszunehmen, stellt sich selten sofort Ruhe ein. Stattdessen zeigt sich deine innere Welt so, wie sie tatsächlich funktioniert. Gedanken bewegen sich schnell und kehren immer wieder an dieselben Orte zurück. Sie planen, was noch nicht geschehen ist, spielen Vergangenes erneut ab oder wandern durch Vergleiche, Sorgen und leise Formen von Groll, die knapp unter der Oberfläche liegen.</p>



<p>Gefühle folgen dicht darauf. Manchmal geben sie den Ton an, manchmal reagieren sie überraschend stark auf einen einzelnen Gedanken. Der Körper trägt diese Reaktionen mit. Enge, Hitze, Schwere oder Unruhe machen sich bemerkbar. Zustände, die vielen vertraut sind, aber selten genauer betrachtet werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine neue Beziehung zum inneren Geschehen</h2>



<p>Mit der Zeit verändert sich die Art, wie all das erlebt wird. Du bist nicht mehr vollständig in der Bewegung, sondern beginnst, sie als Bewegung wahrzunehmen. Ein Gedanke entsteht, und du siehst ihn entstehen. Ein vertrautes emotionales Muster setzt ein, und du bemerkst, wie es sich im Körper ankündigt.</p>



<p>Der Inhalt ist nicht neu. Neu ist die Beziehung dazu. Es gibt einen Moment des Wiedererkennens. Deutlich wird, dass diese inneren Abfolgen den Alltag seit Jahren prägen. Sie lenken, wie gesprochen wird, wie reagiert wird, was gemieden wird und wonach gegriffen wird, oft ohne je bewusst gesehen worden zu sein.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn Muster verständlich werden</h2>



<p>Für viele liegt hier ein Wendepunkt. Meditation macht die Mechanik des inneren Erlebens zugänglich, auf eine Weise, die der volle Alltag selten zulässt. Sie zeigt, wie schnell ein Gedanke zu einer Geschichte wird, wie aus einer Geschichte ein Gefühl entsteht und wie dieses Gefühl den Körper in Handlung oder Rückzug bewegt.</p>



<p>Ebenso wird spürbar, wie viel davon automatisch geschieht. Nicht aus Absicht, sondern weil es sich über Jahre so eingespielt hat. Diese Einsicht ist oft leise, aber tiefgreifend.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Meditation als Lernraum</h2>



<p>Je klarer dieses Verständnis wird, desto mehr verändert sich die Rolle der Meditation. Sie wird weniger zu einem Ort des Rückzugs und mehr zu einem Ort des Lernens. Du wirst mit deinen eigenen Mustern vertraut, nicht im Sinne von Bewertung, sondern wie mit einem Gelände, das du oft durchquert hast.</p>



<p>Du erkennst, wo der Geist sich verengt, wo er voreilt, wo er sich festhält und wo er weicher wird. Frühe Signale werden wahrnehmbar, nicht erst das Ergebnis. In dieser Wahrnehmung entsteht Raum.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Mehr Spielraum im Alltag</h2>



<p>Dieser Raum nimmt Gedanken oder Gefühle nicht weg. Er verändert jedoch deine Position ihnen gegenüber. Du bleibst berührt, menschlich und beweglich, ohne vollständig mitgezogen zu werden. Achtsamkeit wird zu einer Form von Unterstützung, zu einem stillen inneren Werkzeugkasten.</p>



<p>Sie ermöglicht innezuhalten, zu bleiben und zu antworten, statt reflexhaft zu reagieren. Je klarer die innere Welt bekannt ist, desto weniger wirkt sie aus dem Hintergrund steuernd. Entscheidungen entstehen dann häufiger aus Stimmigkeit statt aus Gewohnheit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vertrautheit statt Kontrolle</h2>



<p>Meditation geht in diesem Sinne nicht um vollkommene Ruhe oder einen leeren Geist. Sie lädt dazu ein, mit dem vertraut zu werden, was bereits da ist. Aus dieser Vertrautheit wächst mit der Zeit innere Stabilität.</p>



<p>Das innere Wetter wird erkannt, während es sich formt. Allein dieses Erkennen verändert, wie du dich durch den Tag bewegst. Du bist dir selbst nicht mehr auf dieselbe Weise fremd.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexion</h2>



<p>Wenn du das für dich erkunden möchtest, nimm dir heute ein paar ruhige Momente und beobachte eine einzelne innere Abfolge, während sie sich entfaltet. Nimm wahr, welcher Gedanke präsent ist, welches Gefühl ihn begleitet und wie der Körper darauf reagiert.</p>



<p>Bleib bei dieser Bewegung, ohne etwas verändern zu wollen. Dieser Moment des Sehens ist bereits ein Akt von Wahl und oft der Beginn einer anderen Beziehung zu dir selbst.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity" />



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		<title>Warum Stille manchmal unbequem ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 25 Jan 2026 13:05:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Angst vor Stille]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stille fordert nichts. Sie bleibt. Weit genug, um zu tragen, was wir mit uns führen. Viele Menschen tragen eine leise Angst vor der Stille in sich. Nicht, weil Stille leer wäre, sondern weil sie nichts überdeckt. Geräusche, Aufgaben und Bewegung bieten sonst Halt. Fällt dieser Halt weg, richtet sich die Aufmerksamkeit fast von selbst nach innen. Was dort spürbar wird, ist selten sofort Ruhe oder Klarheit. Häufig zeigen sich ungeordnete, unabgeschlossene Teile, Erfahrungen, die lange keinen Raum hatten. Unter diesem Zögern liegt oft eine tiefe, beständige Sehnsucht. Der Wunsch, sich von der ständigen Anforderung zu erholen, zu reagieren, zu funktionieren,... </p>
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]]></description>
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<p><em>Stille fordert nichts. Sie bleibt. Weit genug, um zu tragen, was wir mit uns führen.</em></p>



<p>Viele Menschen tragen eine leise Angst vor der Stille in sich. Nicht, weil Stille leer wäre, sondern weil sie nichts überdeckt. Geräusche, Aufgaben und Bewegung bieten sonst Halt. Fällt dieser Halt weg, richtet sich die Aufmerksamkeit fast von selbst nach innen. Was dort spürbar wird, ist selten sofort Ruhe oder Klarheit. Häufig zeigen sich ungeordnete, unabgeschlossene Teile, Erfahrungen, die lange keinen Raum hatten.</p>



<p>Unter diesem Zögern liegt oft eine tiefe, beständige Sehnsucht. Der Wunsch, sich von der ständigen Anforderung zu erholen, zu reagieren, zu funktionieren, Schritt zu halten. Ebenso die Sehnsucht, den Boden des eigenen Lebens wieder zu spüren, stabil und vertraut. In der Stille begegnen sich beide Bewegungen zugleich: Einladung und Angst, das Nach-Hause-Kommen und der Impuls, sicher beschäftigt zu bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Wenn kein Raum zum Verdauen bleibt</h2>



<p>Beim Nachdenken über Stille kommt mir oft der Körper in den Sinn. Genauer gesagt: das Verdauen. Was geschieht, wenn zwischen einer Mahlzeit und der nächsten keine Pause bleibt? Nahrung, die ohne Raum aufgenommen wird, kann nicht nähren. Sie beschwert, drückt, irritiert. Der Körper beginnt durch Unbehagen zu sprechen, nicht als Strafe, sondern als Bitte. Etwas braucht Zeit. Etwas will sich bewegen dürfen. Ein ähnlicher Rhythmus prägt auch unser Innenleben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das innere Wetter</h2>



<p>Jeder Tag bringt sein eigenes Wetter mit sich: Begegnungen, Enttäuschungen, kleine Freundlichkeiten, scharfe Worte, unvollendete Gespräche. Dazu kommen private Verluste, die selten ausgesprochen werden. Vieles davon wird still getragen und in den Hintergrund gefaltet, damit das Leben weitergehen kann. Solange Bewegung und Geräusch den Alltag bestimmen, bleiben diese Schichten unberührt, wie Schlamm am Grund eines Sees.</p>



<p>Erst wenn Aktivität und Klang nachlassen, beruhigt sich die Oberfläche. Das Wasser klärt sich genug, um sichtbar werden zu lassen, was sich unten abgesetzt hat. Zunächst tauchen Empfindungen auf: Enge in der Brust, Unruhe in den Gliedern, eine Schwere ohne Namen. Gedanken folgen, nicht als geordnete Erzählungen, sondern als Fragmente, Erinnerungen, Eindrücke.</p>



<p>In diesem Moment wird Stille oft hart beurteilt. Sie erscheint als Ursache der Störung, obwohl sie lediglich die Bedingung schafft, unter der etwas sichtbar wird.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Angst als Schutzbewegung</h2>



<p>Aus dieser Perspektive wirkt die Angst vor der Stille weniger wie Vermeidung und mehr wie Selbstschutz. Stille fühlt sich nicht sanft an, wenn die innere Landschaft lange unbeachtet blieb. Sie kann abrupt und entblößend wirken. Nicht, weil sie etwas Neues hervorbringt, sondern weil sie dem erlaubt, was lange gewartet hat, endlich ins Licht zu treten.</p>



<p>In Räumen, in denen <a href="https://yogaraumfreiburg.de/dankbarkeit_brahmaviharas/" id="https://yogaraumfreiburg.de/dankbarkeit_brahmaviharas/">Meditation</a> gelehrt wird, zeigt sich diese Angst oft leise. Besonders bei Menschen, deren Leben von Verantwortung, Intellekt und dauerhaftem Engagement geprägt ist. Sie äußert sich nicht als Widerstand, sondern als Zweifel. Als Gefühl, dass Stillhalten ein sorgfältig aufgebautes Gleichgewicht stören könnte. Dass Innehalten eine Tür öffnen könnte, die sich nicht leicht wieder schließen lässt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Was Stille nicht verlangt</h2>



<p>Stille verlangt keine Lösung. Sie besteht nicht auf Klarheit oder Heilung. Sie fordert nicht, genutzt zu werden. Vielmehr bietet sie sich als Ort an, an dem Erfahrung atmen kann. Dort darf sich lösen, was lange festgehalten wurde. Wie Wetter über offenem Land bewegt sich Stille in ihrer eigenen Zeit. Sie formt den Boden nicht durch Kraft, sondern durch Präsenz.</p>



<p>So gesehen ist Stille keine Praxis, die perfektioniert werden muss, und kein Zustand, den es zu erreichen gilt. Sie ist ein lebendiger Raum, manchmal karg, manchmal zart. In ihm dürfen die unvollendeten Teile des Lebens existieren, ohne vorwärtsgedrängt zu werden. Was dort entsteht, ist keine Leere, sondern Tiefe. Keine Abwesenheit, sondern das stille Beharren dessen, was immer Teil von uns war und auf einen Moment wartete, um gefühlt zu werden.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Zum Innehalten</h2>



<p>Im Alltag zeigt sich Stille vielleicht nicht als Ruhe, sondern als ein Moment, in dem etwas Eigenes wahrnehmbar wird. Ein Gedanke, der wiederkehrt. Eine Spannung im Körper. Eine innere Bewegung, die im Lärm des Alltags sonst untergeht.</p>



<p>Was wird sichtbar, wenn nichts mehr überdeckt? Und was geschieht, wenn diesem Wahrnehmen kein Ziel gegeben wird?<br></p>



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<p></p>
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		<title>Dankbarkeit kultivieren: Ein Gegenmittel für unsere Zeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Jan 2026 19:27:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Brahmaviharas]]></category>
		<category><![CDATA[Dankbarkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Dankbarkeit und die Brahmaviharas uns helfen können, in herausfordernden Zeiten präsent und verbunden zu bleiben In Zeiten wie diesen Dankbarkeit kultivieren, mag paradox erscheinen. Wenn ich wahrnehme, was sich auf der politischen Bühne, weltweit, im Klima und in der Natur selbst zeigt, bemerke ich, wie sich eine leise Schwere einstellt. Wir sind einem konstanten Strom an Informationen ausgesetzt, dem hohen Tempo der Ereignisse und einem wachsenden Gefühl von Spaltung und Polarisierung, das immer mehr Lebensbereiche zu berühren scheint. Ich nehme das bei mir wahr, und vielleicht nimmst du es auch bei dir wahr. Da ist das Empfinden, dass so... </p>
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<h2 class="wp-block-heading">Wie Dankbarkeit und die Brahmaviharas uns helfen können, in herausfordernden Zeiten präsent und verbunden zu bleiben</h2>



<p>In Zeiten wie diesen Dankbarkeit kultivieren, mag paradox erscheinen. Wenn ich wahrnehme, was sich auf der politischen Bühne, weltweit, im Klima und in der Natur selbst zeigt, bemerke ich, wie sich eine leise Schwere einstellt. Wir sind einem konstanten Strom an Informationen ausgesetzt, dem hohen Tempo der Ereignisse und einem wachsenden Gefühl von Spaltung und Polarisierung, das immer mehr Lebensbereiche zu berühren scheint.</p>



<p>Ich nehme das bei mir wahr, und vielleicht nimmst du es auch bei dir wahr. Da ist das Empfinden, dass so vieles gleichzeitig geschieht, dass Widersprüche nebeneinander bestehen und dass viele Situationen nach Antwort, Fürsorge und Verantwortung verlangen, sich dabei jedoch weit jenseits dessen anfühlen, was ein einzelner Mensch tragen kann.</p>



<p>In solchen Momenten ist es leicht, sich überfordert zu fühlen, als würde das Gewicht der Welt näher rücken und etwas von uns verlangen, ohne klar erkennen zu lassen, wo wir beginnen können. Wenn ich an diesen Punkt komme, kehre ich zu einer sehr einfachen Frage zurück: Was liegt in meinem Einflussbereich, was kann ich konkret tun? Für mich beginnt die Antwort damit, bewusst Dankbarkeit zu kultivieren – nicht als Verdrängung des Schweren, sondern als Grundlage für eine innere Stabilität, die mir erlaubt, präsent zu bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die vier Herzensqualitäten: Die Brahmaviharas als innere Praxis</h2>



<p>Immer wieder finde ich mich bei einer Gruppe von Lehren aus dem Buddhismus wieder, die sich für diesen Moment als besonders relevant anfühlen. Sie werden Brahmaviharas genannt – die vier Herzensqualitäten: liebende Güte (metta), Mitgefühl (karuna), mitfreudige Freude (mudita) und Gleichmut (upekkha). Ich erlebe sie nicht als Ideale, nach denen man streben müsste, sondern als menschliche Fähigkeiten, die uns genau dort begegnen, wo wir stehen, und uns eine innere Ausrichtung geben können, wenn Dinge komplex oder instabil wirken.</p>



<p>Diese Herzensqualitäten beschreiben innere Bewegungen, keine abstrakten Konzepte. Sie lassen sich kultivieren und üben, vor allem aber lassen sie sich leben. Sie bieten eine Alternative zum inneren Verschließen, zum Sich-Abschirmen oder zum Rückzug, wenn das Leben fordernd oder schmerzhaft wird, und laden stattdessen in Beziehung, Verbundenheit und eine Form von Gegenwärtigkeit ein, auch dann, wenn sich Dinge nicht leicht auflösen lassen.</p>



<p>Wenn in mir Verzweiflung oder Hilflosigkeit auftaucht, beginnt meine Arbeit genau hier. Ich kann die Welt nicht reparieren, aber ich kann mich dem Herzen zuwenden, das ihr begegnet, und wahrnehmen, welche Qualität von Aufmerksamkeit gerade gefragt ist. Für mich ist der erste Zugang zu dieser Arbeit die Dankbarkeit.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Naikan-Praxis: Das Netz der Verbundenheit sichtbar machen</h2>



<p>In der <a href="https://yogaraumfreiburg.de/dankbarkeit-im-alltag-entdecken-die-naikan-praxis-kennenlernen/">Naikan-Praxis</a>, die mir sehr am Herzen liegt und die ich selbst praktiziere und weitergebe, nehmen wir uns Zeit, die vielen Formen von Unterstützung im eigenen Leben bewusst zu betrachten. Wenn wir innehalten und unseren Blick in diese Richtung wenden, wird deutlich, wie viele Hände daran beteiligt waren, dass wir heute hier sind, oft auf eine Weise, die im Alltag kaum sichtbar ist. Diese Reflexion ist eine kraftvolle Methode, um Dankbarkeit zu kultivieren.</p>



<p>Eltern, die Mahlzeiten zubereitet, Kleidung gewaschen, uns angezogen und zur Schule begleitet haben. Lehrerinnen und Lehrer, die uns Lesen und Schreiben beigebracht haben, Zahlen, Sprachen und ein Verständnis für die Welt. Menschen, die uns Schwimmen gelehrt haben, Fahrradfahren, Brotbacken oder Kochen. Freundinnen und Freunde, Nachbarn, fremde Menschen, Gemeinschaften und auch Systeme. Ein großer Teil dessen, was wir heute als eigene Kompetenz und Selbstständigkeit erleben, ist das Ergebnis dessen, was andere uns im Laufe der Zeit gegeben haben.</p>



<p>Diese Bewegung des Empfangens und Weitergebens reicht über unser eigenes Leben hinaus. Wir sind Teil eines fortlaufenden Stroms, in dem das, was wir empfangen, weitergetragen wird, oft leise und ohne bewusste Absicht, und in dem das, was wir in uns kultivieren, die Welt formt, in die andere nach uns eintreten werden.</p>



<p>Wenn diese Perspektive beginnt, sich zu setzen, geschieht etwas Sanftes. Das Gefühl, allein mit der Last der Welt zu sein, löst sich ein Stück, und es entsteht eine Erinnerung daran, dass unser Leben in ein weit größeres Netz aus Beziehung, Fürsorge und wechselseitiger Abhängigkeit eingebettet ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Grundlage für Mitgefühl und liebende Güte</h2>



<p>In der vergangenen Woche haben wir in meiner <a href="https://yogaraumfreiburg.de/unsere-innere-atmosphaere/">Mittwochabend-Meditationspraxis</a> mit Dankbarkeit und Freude begonnen. Die heutige Reflexion knüpft daran an und vertieft diesen Faden, denn bevor wir der Welt mit Mitgefühl begegnen können, bevor liebende Güte Wurzeln schlagen kann und bevor Gleichmut wachsen darf, braucht es zunächst die Fähigkeit, das Gute wahrzunehmen und zu fühlen, das bereits da ist.</p>



<p>Wenn wir lernen, Dankbarkeit zu kultivieren, öffnet sich der Zugang zu den anderen Herzensqualitäten. Dankbarkeit ist die Grundlage, auf der Mitgefühl, liebende Güte und Gleichmut wachsen können. Diese Arbeit ist leise, oft unsichtbar und entfaltet sich über Zeit, und dennoch spielt sie eine wesentliche Rolle darin, wie wir uns selbst begegnen, wie wir miteinander in Beziehung treten und wie wir uns zur Welt verhalten, deren Teil wir sind.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Praktische Übungen: Wie du Dankbarkeit kultivieren kannst</h2>



<p>Es gibt unterschiedliche Wege, um im Alltag Dankbarkeit zu kultivieren. Die Praxis beginnt damit, einen Moment innezuhalten und wahrzunehmen, was bereits da ist, was dein Leben im Alltag trägt und unterstützt. Das kann auch der eigene Körper sein, der Herzschlag, der Atem, die Fähigkeit zu essen, zu trinken und zu verdauen.</p>



<p>Manche Menschen führen ein Dankbarkeitstagebuch und notieren täglich drei Dinge, für die sie dankbar sind, um zu beobachten, wie sich diese Fähigkeit mit der Zeit vertieft. Mit der wachsenden Dankbarkeit öffnet sich oft auch der Zugang zu Freude, eine entstehende Freude, die aus der bewussten Wahrnehmung dessen entsteht, was uns trägt.</p>



<p>Die Naikan-Praxis bietet dabei einen strukturierten Rahmen: Wir reflektieren, was wir empfangen haben, was wir gegeben haben und welche Schwierigkeiten wir anderen bereitet haben. Diese drei Fragen helfen uns, ein realistisches und vollständiges Bild unserer Beziehungen zu entwickeln und Dankbarkeit als natürliche Antwort auf die Unterstützung zu empfinden, die wir erfahren haben.</p>



<p>Wenn du beginnst, regelmäßig Dankbarkeit zu kultivieren, wirst du möglicherweise bemerken, wie sich deine Wahrnehmung verschiebt. Das Schwere wird nicht leichter, aber du findest einen Boden unter den Füßen, von dem aus du der Welt begegnen kannst mit offenem Herzen und der Bereitschaft, präsent zu bleiben, auch wenn die Zeiten herausfordernd sind. <em>Wie kultivierst du Dankbarkeit in deinem Leben?</em></p>



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<p>Wenn dich diese Themen ansprechen, findest du mehr über den Newsletter und meine Arbeit hier: <a href="https://insightsjourney.substack.com/about">https://insightsjourney.substack.com/about</a></p>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Diese eine Sekunde, in der uns etwas trifft und wir sofort reagieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 16:01:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Atem]]></category>
		<category><![CDATA[meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mindfulness]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220;Wenn uns etwas verletzt oder verunsichert, an unseren Glaubenssätzen rüttelt und unsere automatischen Reaktionen ohne Bewusstsein anspringen lässt, beginnen wir innerlich zu erklären und deuten oft schneller, als wir fühlen können, was wirklich los ist.&#8221; Es gibt Wochen, in denen ich mich auf das Kissen setze und sofort spüre, wie ich innerlich ein Stück tiefer sinke. Und dann gibt es diese anderen Wochen, die ein wenig rau beginnen. Die, in denen ich mich hinsetze, und noch bevor ich richtig in meinem Atem ankomme, merke ich, dass etwas in mir arbeitet, das ich nicht greifen kann. Die letzten Tage waren genau... </p>
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<p><em>&#8220;Wenn uns etwas verletzt oder verunsichert, an unseren Glaubenssätzen rüttelt und unsere automatischen Reaktionen ohne Bewusstsein anspringen lässt, beginnen wir innerlich zu erklären und deuten oft schneller, als wir fühlen können, was wirklich los ist.&#8221;</em><br><br>Es gibt Wochen, in denen ich mich auf das Kissen setze und sofort spüre, wie ich innerlich ein Stück tiefer sinke. Und dann gibt es diese anderen Wochen, die ein wenig rau beginnen. Die, in denen ich mich hinsetze, und noch bevor ich richtig in meinem Atem ankomme, merke ich, dass etwas in mir arbeitet, das ich nicht greifen kann. Die letzten Tage waren genau so. Das Atemzählen war ruhiger als sonst, fast stabil, und gleichzeitig schob sich etwas von innen nach oben, ein Gefühl ohne klare Form, ein leises inneres Ziehen, das noch keinen Namen hatte.</p>



<p>Lange Zeit dachte ich, dass Ärger meine größte Baustelle ist. Eines dieser Kleshas*, innere Muster, die uns manchmal im Weg stehen. Ärger erkenne ich sofort. Er kommt mit Wärme, sogar Hitze und schnellem Tempo, mit einer sehr direkten Energie. Aber in dieser Woche hat sich etwas anderes gezeigt, etwas viel Leiseres, das sich nicht mit Kraft ankündigt, sondern sich in meine Gedanken einschleicht, bevor ich es bemerke. Dieses subtile Vergleichen. Dieses leichte innere Aufrichten. Diese kleine Stimme, die sagt: „Ich weiß schon, wie du bist. Und genau weil sie so leise ist, bin ich oft viel zu spät dabei, sie zu erkennen.</p>



<p>Der Moment, der mir das gezeigt hat, war eigentlich unscheinbar. Ich saß in einem Restaurant, wartete auf mein Essen, schaute ein wenig herum. Ein Mädchen fiel mir auf, laut und fordernd, so wie Kinder manchmal sind. Ich nahm es wahr und dachte nicht weiter darüber nach. Stunden später hörte ich ihrem Vater zu, der einen Vortrag hielt. Ein Mann, der vieles von dem ausstrahlte, was diese Welt gerne als erfolgreich bezeichnet. Gutaussehend, gebildet, klar in seiner Sprache, aus einem Umfeld, in dem alles, was er angeht, sofort funktioniert.&nbsp;Und in genau diesem Moment spürte ich eine Reaktion in mir. Nicht sichtbar nach außen, aber deutlich in mir drin.</p>



<p>Es war dieser kleine innere Stich, den man spürt, bevor man ihn versteht. Und noch bevor ich wirklich fühlen konnte, was berührt wurde, war mein Kopf schon damit beschäftigt, alles einzuordnen. So ein Mann würde mich niemals wahrnehmen. Er lebt in einer ganz anderen Welt. Seine Tochter ist bestimmt genauso. Ein Gedanke führte zum nächsten, und plötzlich hatte ich eine ganze Deutung in der Hand, die eigentlich nur eines tat. Sie lenkte mich von dem weg, was tief in mir angestoßen wurde.</p>



<p>Das war ein unangenehmer Moment, aber vor allem ein ehrlicher. Und genau in dieser Ehrlichkeit wurde etwas sichtbar, das ich lange nicht so klar gesehen habe. Ich merkte, dass immer dann, wenn ich mich innerlich kleiner fühle als jemand anderes, ein sehr schneller Reflex einsetzt. Etwas in mir stuft die andere Person innerlich ein Stück herunter, damit ich mich wieder stabiler fühle. Es passiert so leise und so schnell, dass es wie eine intuitive Beobachtung wirkt. In Wirklichkeit ist es ein Schutz, ein Versuch, innerlich wieder ein Gleichgewicht herzustellen, wenn etwas in mir berührt wurde.</p>



<p>Manchmal bekommt dieser Reflex sogar einen spirituellen Klang. Dann formt mein Kopf Gedanken wie: Ich sehe tiefer. Ich bin ehrlicher mit mir. Ich durchschaue das. Worte, die sich reif und reflektiert anhören. Aber am Ende bleibt es das gleiche Muster, nur eingepackt in eine ruhige und schöne Version davon.</p>



<p>Als ich das erkannte, tauchte zuerst etwas wie Scham auf, eine Wärme im Brustkorb. Und kurz danach eine Erleichterung. Ein Aufatmen. Denn sobald diese inneren Bewegungen sichtbar werden, verlieren sie ihre Schwere. Sie sind nicht mehr verborgen. Etwas in mir wird klarer und weicher.</p>



<p>Was mich in diesem Moment gehalten hat, war das einfache Üben. Das Atemzählen. Der Atem an den Nasenflügeln. Das sanfte Zurückkehren zu genau dem Punkt, an dem ich gerade bin. Es gab genug Stabilität, um zu sehen, wie mein Inneres reagiert, ohne von dieser Reaktion mitgerissen zu werden. Und gleichzeitig wurde mir bewusst, wie oft meine Gedanken einsetzen, bevor ich überhaupt fühlen kann, was mich wirklich trifft.</p>



<p>Diese Woche hat mich daran erinnert, dass Meditation ein Weg mit Kurven ist. Manchmal beruhigt sich der Atem nur so weit, dass etwas Tieferes überhaupt sichtbar werden kann. Und manchmal ist der größte Fortschritt nicht die Ruhe, sondern die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen. Genau da, wo wir sonst ausweichen würden. Dieses Hinsehen verändert etwas. Es macht weicher. Es macht weiter.<br><br><strong>Reflexions Übung:&nbsp;<br></strong><br>Vielleicht kennst du solche Momente. Eine Begegnung, ein Blick, ein Tonfall, und plötzlich bewegt sich etwas in dir. Wenn du magst, schenke diese Woche ein wenig Aufmerksamkeit genau diesen ersten Sekunden. Dem feinen Gefühl, das auftaucht, bevor der Kopf beginnt zu erklären. Nicht um es zu bewerten. Nur um es zu bemerken.</p>



<p>Herzlich<br>Sarah</p>
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		<title>Unsere innere Atmosphäre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 20:18:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Freiburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innere Wahrnehmung zeigt sich oft schon beim gemeinsamen Ankommen. Es gibt Abende, an denen ich sofort spüre, wie verschieden die inneren Atmosphären im Raum sind. Nicht, weil jemand etwas sagt, sondern weil sich etwas im Feld verändert, wenn Menschen aus einem vollen Tag heraus langsam in die Stille finden. Diese feine Schwingung entsteht, wenn wir noch halb im Außen sind und gleichzeitig ahnen, dass wir gleich im Innen landen. Was wir mitbringen, wenn wir still werden Vielleicht kennst du das auch. Du setzt dich hin, schließt die Augen, und erst in diesem Moment wird spürbar, was du eigentlich alles mitgebracht... </p>
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<h6 class="wp-block-heading has-text-align-left"></h6>



<p><strong>Innere Wahrnehmung</strong> zeigt sich oft schon beim gemeinsamen Ankommen. Es gibt Abende, an denen ich sofort spüre, wie verschieden die inneren Atmosphären im Raum sind. Nicht, weil jemand etwas sagt, sondern weil sich etwas im Feld verändert, wenn Menschen aus einem vollen Tag heraus langsam in die Stille finden. Diese feine Schwingung entsteht, wenn wir noch halb im Außen sind und gleichzeitig ahnen, dass wir gleich im Innen landen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was wir mitbringen, wenn wir still werden</strong></h3>



<p>Vielleicht kennst du das auch. Du setzt dich hin, schließt die Augen, und erst in diesem Moment wird spürbar, was du eigentlich alles mitgebracht hast. Der Körper möchte einmal tief durchatmen. Der Kopf hält noch an irgendeinem Gedanken fest. Eine Müdigkeit taucht auf, die vorher keinen Raum hatte. Tief im Bauch zeigt sich ein Restanspannung. Gleichzeitig entsteht ein leiser Wunsch, für einen Moment einfach da sein zu dürfen, ohne leisten zu müssen.<br><br><strong>Die vielschichtige innere Landschaft</strong></p>



<p>In dieser letzten Stunde war genau dieses innere Feld sehr deutlich. Es zeigte sich als ein vielschichtiges Zusammenspiel, das oft erst sichtbar wird, wenn wir still werden. Selten ist nur eine Stimmung da. Meist liegt ein Geflecht feiner Bewegungen darunter: ein Teil, der noch im Tun hängt, ein anderer, der sich schützen möchte, ein sensibler Anteil, der erst im Ruhigen hörbar wird, und vielleicht auch eine kleine Offenheit, die flüstert: Ich bin da.</p>



<p>Während wir saßen, wurde sichtbar, wie lebendig diese innere Landschaft ist. Sie verändert sich, manchmal kaum merklich, manchmal klar spürbar. Fast so, als würde sich ein dichter Nebel im Inneren langsam lichten. Schwere zeigt sich dann nicht nur als Müdigkeit, sondern als Wunsch nach Halt. Unruhe offenbart manchmal ihren Ursprung in einem wachen, empfindsamen Teil, der Orientierung sucht. Und Widerstand und Offenheit liegen oft näher beieinander, als wir denken.<br><br><strong>Ein Raum für alles, was da ist</strong></p>



<p>Das stille Sitzen erinnert uns daran, dass kein Moment eindimensional ist. Jeder Augenblick trägt mehrere Schichten in sich, und alle haben ihre Berechtigung. Unsere Praxis lädt uns ein, diese Strömungen nicht zu ordnen oder zu bewerten, sondern sie wahrzunehmen. Mit einer Aufmerksamkeit, die weich ist und nichts erzwingen möchte.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Reflexion für die Woche</strong></h3>



<p>Vielleicht gibt es in den kommenden Tagen Augenblicke, in denen du spürst, dass dein innerer Zustand nicht eindeutig ist.</p>



<p>Wenn du magst, halte für einen Atemzug inne und frage dich:<br>Was nehme ich gerade wahr?<br>Woraus besteht die Angst oder der Widerstand?<br>Wie fühlt sich die Müdigkeit an oder das Gefühl, keinen klaren Weg zu sehen?</p>



<p>Vielleicht bemerkst du dann, wie dieses einfache Wahrnehmen etwas löst und dich ein Stück näher zu dir selbst bringt.</p>



<p>Herzlich<br>Sarah</p>



<p></p>
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		<title>Subtile Bewusstheit entwickeln: Meditation als Weg nach innen</title>
		<link>https://yogaraumfreiburg.de/60-000-gedanken-pro-tag-wie-meditation-dir-hilft-das-wesentliche-zu-verarbeiten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 15:26:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Freiburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Subtile Bewusstheit entwickeln heißt, in der Meditation vom groben zum feinen Erleben zu gelangen. Durch das stille Sitzen, das Verlangsamen und das Reduzieren äußerer Reize beginnen wir, uns selbst genauer wahrzunehmen. Wir können hier das Zusammenspiel unserer Emotionen und Gedanken erstmal lernen zu benennen, so zu verlangsamen, dass wir die untergründigen Emotionen unserer Gedanken erforschen können. Warum fühle ich mich verletzt? Da ist Neid in mir, ich vergleiche mich mit anderen und entweder ich ziehe den Kürzeren oder stelle mich über den anderen. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich mich über mein Leben beschwere. Dabei übersehe ich die Sachen,... </p>
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<p><strong>Subtile Bewusstheit entwickeln</strong> heißt, in der Meditation vom groben zum feinen Erleben zu gelangen. Durch das stille Sitzen, das Verlangsamen und das Reduzieren äußerer Reize beginnen wir, uns selbst genauer wahrzunehmen.</p>



<p>Wir können hier das Zusammenspiel unserer Emotionen und Gedanken erstmal lernen zu benennen, so zu verlangsamen, dass wir die untergründigen Emotionen unserer Gedanken erforschen können. Warum fühle ich mich verletzt? Da ist Neid in mir, ich vergleiche mich mit anderen und entweder ich ziehe den Kürzeren oder stelle mich über den anderen. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich mich über mein Leben beschwere. Dabei übersehe ich die Sachen, die gut sind, die gut laufen und wie gut es mir geht.</p>



<p>Wir Menschen sind ein komplexes System und Meditation erlaubt uns, uns sehr intim kennenzulernen. Unser Geist hat ca. 60.000 Gedanken pro Tag, die wir mit den damit verbundenen Impulsen und Gefühlen verarbeiten. Die Gedanken, die unverarbeitet bleiben, werden im Unterbewusstsein gespeichert oder vorläufig dorthin verschoben. Die Speicherkapazität unseres Unterbewusstseins ist jedoch begrenzt. Wenn sie in unserem Unterbewusstsein gelagert werden, verlieren wir die Kontrolle über die Ergebnisse und den Zeitpunkt unserer Reaktionen auf sie.<br><br><strong>Subtile Bewusstheit entwickeln</strong> bedeutet, den eigenen inneren Prozessen mit Klarheit, Geduld und Aufmerksamkeit zu begegnen. Meditation erlaubt uns, Zeit zu nehmen, um diese bewusst zu verarbeiten. Dabei helfen Meditationstechniken, Yoga, Atemtechniken und andere Formen, wie wir mit unserer Lebensenergie umgehen (Tai Chi, Ayurveda etc.).</p>



<p>Die Reise nach innen ist nicht immer bequem, aber sie lohnt sich, denn indem wir uns selbst wirklich kennenlernen, finden wir die Freiheit, bewusst zu antworten statt unbewusst zu reagieren. Wir erfahren Freiheit, wenn wir wählen, anstatt auf alles zu reagieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexionsübung</h2>



<p>Nimm dir, wenn du möchtest, 5-10 Minuten Zeit, um in Ruhe zu sitzen. Schließe deine Augen und bringe deine Aufmerksamkeit zu deinem Atem. Ohne etwas verändern zu wollen, beobachte einfach:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wo in deinem Körper spürst du Anspannung?</li>



<li>Welche Emotion ist gerade präsent?</li>



<li>Welcher wiederkehrende Gedanke taucht immer wieder auf?</li>
</ul>



<p>Beurteile nichts und versuche nichts zu beheben, beobachte einfach mit Neugierde und Mitgefühl. Wenn du möchtest, schreibe nach deiner Praxis auf, was du entdeckt hast.</p>



<p>Viel Spaß beim Praktizieren!</p>



<p>Sarah</p>



<p></p>
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		<title>Innere Stabilität finden: Mit Meditation durch Ungewissheit</title>
		<link>https://yogaraumfreiburg.de/innere-stabilitaet-finden-mit-meditation-durch-zeiten-der-ungewissheit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Nov 2025 16:10:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[meditation]]></category>
		<category><![CDATA[Meditation Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga Freiburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Liebe Meditierende, Kennst du dieses Gefühl? Du stehst an einem Punkt, wo du nicht weißt, was als Nächstes kommt. Der Weg ist unklar, die Antworten lassen auf sich warten, und alles in dir möchte endlich Gewissheit. Vielleicht wartest du auf eine wichtige Entscheidung. Vielleicht bist du in einer Übergangsphase, in der sich das Alte schon nicht mehr richtig anfühlt, das Neue aber noch nicht greifbar ist. Und vielleicht flüstert eine leise Stimme in dir: &#8220;Warum dauert das so lange? Was läuft hier falsch?&#8221; Ich möchte dir heute etwas mitgeben, das mir in solchen Momenten immer wieder hilft: Ungewissheit bedeutet nicht,... </p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p></p>



<p>Liebe Meditierende,</p>



<p><strong>Kennst du dieses Gefühl?</strong> Du stehst an einem Punkt, wo du nicht weißt, was als Nächstes kommt. Der Weg ist unklar, die Antworten lassen auf sich warten, und alles in dir möchte endlich <em>Gewissheit</em>.</p>



<p>Vielleicht wartest du auf eine wichtige Entscheidung. Vielleicht bist du in einer Übergangsphase, in der sich das Alte schon nicht mehr richtig anfühlt, das Neue aber noch nicht greifbar ist. Und vielleicht flüstert eine leise Stimme in dir: &#8220;Warum dauert das so lange? Was läuft hier falsch?&#8221;</p>



<p>Ich möchte dir heute etwas mitgeben, das mir in solchen Momenten immer wieder hilft:</p>



<p><strong>Ungewissheit bedeutet nicht, dass etwas schiefläuft. Sie ist eine Einladung, unsere Praxis zu vertiefen.</strong></p>



<h2 class="wp-block-heading">Das Leben kommt in Wellen</h2>



<p>In der Meditation lernen wir etwas Fundamentales: Das Leben verläuft in Wellen. Gute Zeiten und schwierige Zeiten. Klarheit und Verwirrung. Leichtigkeit und Schwere. Und keine davon bleibt für immer.</p>



<p>Was wir kultivieren, ist nicht <em>Kontrolle</em> über diese Wellen, das wäre ein aussichtsloses Unterfangen. Stattdessen üben wir <strong>innere Stabilität</strong>: die Fähigkeit, geerdet zu bleiben, während sich um uns herum (und in uns) alles bewegt.</p>



<p>Wenn Unbehagen auftaucht dieses Gefühl von Haltlosigkeit, diese Anspannung in der Brust, diese Gedankenschleifen, dann können wir es als das betrachten, was es wirklich ist: <strong>einen Lehrer</strong>.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die Fragen ändern</h2>



<p>Anstatt uns zu fragen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8220;Warum passiert mir das?&#8221;</li>



<li>&#8220;Was habe ich falsch gemacht?&#8221;</li>



<li>&#8220;Wann ist das endlich vorbei?&#8221;</li>
</ul>



<p>&#8230;können wir die Aufmerksamkeit nach innen richten und stattdessen beobachten:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wie reagiert mein Körper gerade?</li>



<li>Wo halte ich fest oder spanne an?</li>



<li>Welche Gefühle und Gedanken erscheinen und können sie einfach da sein?</li>
</ul>



<p><strong>Das ist die eigentliche Übung:</strong> Nicht zu fliehen oder endlos zu analysieren, sondern zu bleiben. Zu atmen. Weich zu werden für das, was bereits da ist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Vertrauen wächst von innen</h2>



<p>Mit der Zeit und das braucht Zeit, sei geduldig mit dir, entsteht daraus etwas Wertvolles: <strong>Vertrauen</strong>. Nicht das naive Vertrauen, dass &#8220;alles gut wird&#8221;. Sondern das tiefe, gewachsene Vertrauen, dass <em>du dem Leben begegnen kannst, wie es sich zeigt</em>.</p>



<p>Nicht, weil du das Ergebnis kennst. Nicht, weil du die Kontrolle hast. Sondern weil du gelernt hast, inmitten des Wandels in dir selbst zu ruhen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Eine kleine Übung für dich</h2>



<p>Wenn du magst, nimm dir jetzt einen Moment Zeit:</p>



<p><strong>Setze dich bequem hin.</strong> Schließe die Augen und atme ein paar Mal tief durch. Spüre den Kontakt zum Boden unter dir, er trägt dich, auch jetzt.</p>



<p><strong>Rufe dir eine Situation in Erinnerung, die ungewiss oder ungelöst ist.</strong> Nicht, um sie zu lösen, sondern einfach, um sie anzuschauen.</p>



<p><strong>Beobachte, was in deinem Körper geschieht.</strong> Welche Empfindungen tauchen auf? Welche Energie? Welcher Widerstand? Bleibe einfach dabei, ohne etwas ändern zu müssen.</p>



<p><strong>Mit jedem Atemzug erinnere dich:</strong> Stabilität entsteht nicht durch Gewissheit, sondern durch Gegenwärtigkeit.</p>



<p>Viel Freude beim Üben.</p>



<p>Liebe Grüße<br>Sarah</p>
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