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	<title>Yogareise Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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	<description>Yoga- und Raumangebot in Freiburg</description>
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	<title>Yogareise Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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		<title>Einladung zum Klangbad</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2025 09:47:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Klang und Klangreisen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Willkommen im Klangbad – deiner Kraftquelle für Körper, Geist und Seele. In einer 75-minütigen Einheit bist Du eingeladen, in die Welt der Klänge einzutauchen und Dich von Ihnen berühren zu lassen.&#160; Zu Beginn erlebst Du ein achtsames Ankommen, welches Dich einfühlsam dort abholt, wo Du gerade bist. Wir praktizieren Atemtechniken, sanfte Bewegung oder Körperübungen.&#160; Während dem Klangbad liegst Du bequem auf Deiner Matte oder weichen Decke und darfst einfach da SEIN. Du musst nichts tun und brauchst auch keinerlei Vorkenntnisse. So ist jedes Klangerlebnis eine einzigartige Begegnung mit Dir selbst, der Du mit wohlwollender Offenheit begegnen darfst. Die Eindrücke und... </p>
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<h2 class="wp-block-heading"><strong>Willkommen im Klangbad – deiner Kraftquelle für Körper, Geist und Seele.</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">In einer 75-minütigen Einheit bist Du eingeladen, in die Welt der Klänge einzutauchen und Dich von Ihnen berühren zu lassen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Zu Beginn erlebst Du ein achtsames Ankommen, welches Dich einfühlsam dort abholt, wo Du gerade bist. Wir praktizieren Atemtechniken, sanfte Bewegung oder Körperübungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während dem Klangbad liegst Du bequem auf Deiner Matte oder weichen Decke und darfst einfach da SEIN. Du musst nichts tun und brauchst auch keinerlei Vorkenntnisse. So ist jedes Klangerlebnis eine einzigartige Begegnung mit Dir selbst, der Du mit wohlwollender Offenheit begegnen darfst. Die Eindrücke und Empfindungen werden bei jedem Klangbad unterschiedlich sein, selbst wenn Du wiederholt ein Klangbad besuchst. Mit verschiedenen Instrumenten wie Peter Hess® Therapieklangschalen, Kristallklangschalen, Klangspielen, Monochord und weiteren, gestalte ich einen einzigartigen Klangteppich, der Dich trägt und begleitet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Nach dem Klang nehmen wir uns Zeit für Stille, um das Erfahrene zu integrieren und die tiefen Wirkungen nachschwingen zu lassen. Ganz behutsam begleite ich Dich zurück ins Hier und Jetzt. Du kehrst aus Deinem inneren Raum zurück in den äußeren Raum. Genährt und gestärkt durch die Erfahrung der Klänge.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Kommende Termine und Anmeldung:</strong></h2>



<ul class="wp-block-list">
<li><a href="https://www.eversports.de/org/activity/12febb01-e297-4ae9-b8db-30813cbca906" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Samstag 31.05.2025 – Hier anmelden</a></li>



<li><a href="https://www.eversports.de/org/activity/44147393-ef9b-446e-91a0-a74231d081c7" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Samstag 27.09.2025 – Hier anmelden</a></li>



<li><a href="https://www.eversports.de/org/activity/47ab3ed7-22b8-4aa7-9b99-8c02194e68a2" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Samstag 13.12.2025 – Hier anmelden</a></li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Information:</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Für viele Menschen sind Klänge eine wunderbare Möglichkeit zu entspannen oder wertvolle Zeit für sich zu erfahren. Wenn Du an Epilepsie, Herzproblemen oder einer psychischen Störung leidest oder auch wenn Du schwanger bist, rate ich von einem Soundbath ab bzw. ist die Zustimmung des Arztes einzuholen. Sprich mich in diesen Fällen bitte vorher an. Das Klangbad ist für Erwachsene. Bitte sei´ mit Dir in Kontakt und schau´ für Dich, was Dir gut tut. Handle stets fürsorglich für Dich.</p>



<h2 class="wp-block-heading"><strong>Möchtest Du mehr über Klang erfahren?</strong></h2>



<p class="wp-block-paragraph">Klang hat einen großen Einfluss auf Menschen und Lebewesen ganz allgemeinen – und zwar auf mehreren Ebenen. Der menschliche Körper besteht zu rund 70% aus Wasser. Schallwellen breiten sich in Wasser rund 4x schneller aus, als in dem Übertragungsmedium Luft. Wenn Klang unsere verschiedenen Gewebe erreicht, breiten sich die Klangwellen in unserem Körper besonders gut aus und erreichen auf diese Weise unsere Zellen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Klangbäder sind eine Einladung für eine wohltuende Schwingung in Körper, Geist und Seele. Er berührt uns auf einer tiefen Ebene und öffnet einen inneren Raum in uns. In einer Welt, die von Schnelligkeit und Leistungsgedanken geprägt ist, haben immer mehr Menschen das Bedürfnis nach tiefer und regenerierender Entspannung. Die Sessions können dich dabei unterstützen, in eine Entspannung zu kommen und von der “Welt da draußen” abzuschalten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerne möchte ich Dich zu meinem Klangbad einladen, in dem ich Dir anbiete, Dich auf die Klänge einzulassen und Deine ganz persönliche Erfahrung in Deinem inneren Klangraum zu machen. Mehr zum Klang findest Du auch auf meiner Webseite unter&nbsp;<a href="https://www.elisabethvoshaar.de/klangraum">https://www.elisabethvoshaar.de/klangraum</a></p>
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		<title>Reisebericht &#8211; Ashtanga Yoga in Mysore Teil2</title>
		<link>https://yogaraumfreiburg.de/reisebericht-ashtanga-yoga-in-mysore/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Corinna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Jan 2024 12:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ashtanga Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtanga Yoga Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtanga Yoga Studio]]></category>
		<category><![CDATA[Yogareise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jahreswechsel in Mysore Die Fenster meines Zimmers sind weit geöffnet, mit der frischen Luft wehen auch die Geräusche des indischen Straßenverkehrs herein, das Hupen, die knatternden Motoren der Tuktuks und Motorroller, Vogelgezwitscher. Ich blicke auf Bananenstauden, die die Sicht auf das nächste Wohnhaus verdecken. Die Fenster sind mit einem metallenen Blumenmuster vergittert – damit keine Affen hineinkommen, sagt Suresh, unser Vermieter. Die ersten Wochen sind verflogen. Mittlerweile habe ich das Gefühl angekommen zu sein und in den Alltag hier gefunden zu haben. Nicht nur ich, auch die Menschen um mich herum auf dem Rasen vor der SYC-Shala wirken entspannter, aufgeschlossener.... </p>
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<h2 class="wp-block-heading">Jahreswechsel in Mysore</h2>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Die Fenster meines Zimmers sind weit geöffnet, mit der frischen Luft wehen auch die Geräusche des indischen Straßenverkehrs herein, das Hupen, die knatternden Motoren der Tuktuks und Motorroller, Vogelgezwitscher. Ich blicke auf Bananenstauden, die die Sicht auf das nächste Wohnhaus verdecken. Die Fenster sind mit einem metallenen Blumenmuster vergittert – damit keine Affen hineinkommen, sagt Suresh, unser Vermieter.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Die ersten Wochen sind verflogen. Mittlerweile habe ich das Gefühl angekommen zu sein und in den Alltag hier gefunden zu haben. Nicht nur ich, auch die Menschen um mich herum auf dem Rasen vor der SYC-Shala wirken entspannter, aufgeschlossener. Inzwischen lächelt man sich zu oder grüßt sich. Mit dem ein oder der anderen komme ich ins Gespräch. Es fühlt sich so an, als wäre ich wieder Fünftklässlerin, neu auf dem Pausenhof, um mich eine Menge Menschen, die sich zu Gruppen bilden.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Zu den Latein- und Südamerikanern gesellen sich Spanier und Portugiesen. Sie sind eine große Gruppe, wirken lässig, gesellig und unterhalten sich viel. Ein großer asiatischer Anteil, unter anderem aus Korea, Japan, China, Taiwan, eher zurückhaltend und unter sich, freundlich. Viele Russen, unter ihnen ein Italiener, der für seine Frau nach Moskau gezogen ist. Mit ihm freunden wir uns beim täglich erfrischenden Kokosnusswasser an.  Ansonsten ist es ein bunter Mix, mit Leuten aus Italien, Kasachstan, Iran, USA, Israel, Türkei, Indien, Niederlande, uvm. Ein israelisches Paar und ihre Tochter erkenne ich vom letzten Jahr.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Ich bin froh, Eline an meiner Seite zu haben, mit ihr teile ich ein Apartment.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Tagesablauf</h3>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Der Tag beginnt für mich um 4 Uhr und das Wesentliche spielt sich in den ersten 6 bis 8 Stunden am Morgen ab: Üben, jeden zweiten Tag Chanten, Sanskrit und Philosophie Unterricht Teil II; Grammatik und Schrift sind Neuland.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Am Nachmittag ist Zeit zum Ausspannen, etwas Lesen oder Arbeiten und für eine warme Mahlzeit. <br>Um 7 Uhr denken wir bereits ans Schlafen gehen.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Das Herzstück einer jeden Woche sind die vier Morgen mit Mysore-Unterricht. In der Mitte der Shala befindet sich ein für 78 Matten abgezeichneter Bereich. Um 4 Uhr morgens beginnen hier die erfahrensten Schüler*innen ihre Praxis. Ein Meer aus sich in Stille bewegenden Körpern. Jeder übt für sich, in seinem Atemrhythmus, seinem Tempo. Durch die Halle klingt nur die Ujjayi-Atmung der Übenden, und Sharathji’s Stimme:</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">„<em>one mooore</em>“</p>



<h3 class="wp-block-heading">In der Shala</h3>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Nachdem wir eine Weile vor der Tür auf den Einlass gewartet haben, sitze ich nun mit den anderen meiner „<em>batch</em>“ (zu Beginn wurden wir alle einem bestimmten Zeitfenster für unsere Praxis eingeteilt) am Rande des Übungsfeldes, sehe den Übenden der 5:30 Uhr <em>batch</em> zu und warte darauf, von Sharathji einen freiwerdenden Platz zugewiesen zu bekommen. Ich gehöre zu „<em>tall</em>“ und übe damit in den hinteren Reihen. „<em>supertall</em>“, wie Eline, darf in der letzten Reihe üben. „<em>small</em>“ bekommt einen Platz in den vorderen Reihen zugewiesen: Sharathji will alle überblicken können, jeden üben sehen. Er unterrichtet uns alle von <br>4 bis 10 Uhr morgens, mit einem warmen Lachen, Klarheit und Humor. Zwischen 6:30 und 7:00 Uhr beginne ich… die Gruppenenergie im Raum ist sehr hoch, man wird mitgetragen, die Praxis fühlt sich ganz anders an.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">&nbsp;Ich habe den Eindruck, so einiges hinter mir lassen zu können: Die Anspannungen, die sich in den letzten Monaten angestaut hatten, lösen sich nach den ersten Wochen auf.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Jeder – egal wie geübt oder begabt – beginnt hier mit <em>primary series</em> „Yoga Chikitsa“. Yoga Chikitsa bedeutet „Yoga-Therapie“, und folgt einer fest vorgegebenen Abfolge von Haltungen. Sie dient der körperlichen Reinigung, Heilung von Krankheiten, Kräftigung und Ausrichtung des Körpers. Sie ist die Grundlage, auf die die weiteren Asana-Serien – <em>Intermediate Series</em>, <em>Advanced</em> A und <em>Advanced</em> B – aufbauen und zu der jeder immer wieder zurückkehrt.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Der Lehrer bestimmt, wie weit man üben darf. Sharathji vergibt neue Haltungen erst, wenn er es für den richtigen Zeitpunkt erachtet. Es geht nicht darum, was man üben kann oder üben will, sondern allein darum sich auf die Praxis einzulassen, so wie sie ist: es gibt nichts hinzuzufügen, nichts wegzulassen.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Ich werde in die <em>Intermediate</em> <em>Series</em> eingeführt; die Zeit, in der ich von <em>Primary</em> zur <em>Intermediate Serie</em>s übergehe, sagt mir zu. An Weihnachten bin ich zu meiner ersten <em>Intermediate Series LED</em>, d.h. von Sharathji angeleiteten <em>Intermediate </em>Klasse, eingeladen!</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Ein Geschenk – ein besonderes zu Weihnachten und zum Jahreswechsel: nach so einigen Jahren „Yoga Chikitsa“ Praxis, lasse ich teils übermäßige Anstrengungen der vergangenen Jahre hinter mir und schaue auf ein neues Jahr: „Nadi Shodana“, so der Name der <em>Intermediate Series</em>, soll der Stimulierung des Nervensystems dienen, die Energiekanäle reinigen und ausgleichend auf das sympathische und parasympathische Nervensystem wirken. Es erstaunt mich, wie sehr dieser Übergang in meiner Asana-Praxis die momentanen Veränderungen in meinem Leben widerspiegeln. Am Tag meiner Abreise sind in beruflicher Hinsicht für mich „Würfel gefallen“ und ich habe eine Entscheidung getroffen, die es mir ermöglicht, mich auf das zu fokussieren, was mir wirklich wichtig ist. </p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Ich empfinde es als Privileg, an diesem Ort zu sein und sich ganz auf diese Praxis einzustimmen, die über das Körperliche hinausreicht und mir Zeit zum Reflektieren gibt.</p>



<p class="has-text-align-left wp-block-paragraph">Diese persönliche Praxis eines täglichen, hingebungsvollen Bemühens – Sadhana – ermöglicht es mir, mit den Herausforderungen zuhause umzugehen und die zu sein, die ich bin.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>धन्यवाद</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
</div></div>



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		<title>Reisbericht &#8211; Ashtanga Yoga in Mysore Teil1</title>
		<link>https://yogaraumfreiburg.de/reisbericht-ashtanga-yoga-in-mysore/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Corinna]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Dec 2023 11:57:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ashtanga Yoga]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtanga Yoga Freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[Ashtanga Yoga Studio]]></category>
		<category><![CDATA[Yogareise]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Grüße aus Mysuru Der Wecker klingelt, es ist 4:20 Uhr. Nach etwa zwei Stunden Schlaf, die ich in dieser Nacht gefunden habe, bleibe ich noch für einen Moment liegen. Der Rucksack und die Matte stehen bereit, es ist Zeit für eine kurze Erfrischung, eine Tasse schwarzen Kaffee, dann sitzen Eline und ich schon auf dem Roller – den wir nach dem Tag unserer Ankunft in Gokulam auftreiben konnten – und fahren durch die Nacht. Ich sitze hinten, dirigiere den Weg aus dem Viertel Gokulam Richtung Stadtrand, Eline lenkt dem Linksdrall des Rollers entgegen und versucht die Schlaglöcher und Bremshügel auf... </p>
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<h1 class="wp-block-heading">Grüße aus Mysuru</h1>



<p class="wp-block-paragraph">Der Wecker klingelt, es ist 4:20 Uhr. Nach etwa zwei Stunden Schlaf, die ich in dieser Nacht gefunden habe, bleibe ich noch für einen Moment liegen. Der Rucksack und die Matte stehen bereit, es ist Zeit für eine kurze Erfrischung, eine Tasse schwarzen Kaffee, dann sitzen Eline und ich schon auf dem Roller – den wir nach dem Tag unserer Ankunft in Gokulam auftreiben konnten – und fahren durch die Nacht. Ich sitze hinten, dirigiere den Weg aus dem Viertel Gokulam Richtung Stadtrand, Eline lenkt dem Linksdrall des Rollers entgegen und versucht die Schlaglöcher und Bremshügel auf der Straße rechtzeitig auszumachen. Bis auf ein paar Hunde und Ziegen ist die Straße noch frei. Als wir gegen 5:20 Uhr das Sharath Yoga Center erreichen, stehen bereits einige Roller auf der grünen Wiese vor der SYC-Shala und ein paar dutzend Yogis am Eingang Schlange auf den Einlass wartend. Nach und nach erreichen mehr Tuktuks die Halle, Lichtkegel kreisen durch die Dunkelheit, die Zurufe der Fahrer hallen zu uns herüber, die Parkwiese füllt sich. Es sind etwa 450 Menschen zu dieser Saison im Dezember und Januar zugelassen, die heute Morgen zur ersten Primary Series Led erscheinen. Sharath Jois öffnet und kontrolliert am ersten Tag von jedem einzelnen die Registrierungskarte. Als ich die Tür erreiche, blickt er mich einen Moment an – „second time“, nickt er. Ich bestätige und trete in die hell erleuchtete Halle ein. Um 6:30 Uhr beginnt die Primary Series Led Class, d.h. eine Stunde vorher da sein, die Uhr in der Shala geht 10 Minuten vor. In der Umkleide tummeln sich Frauen, um ihre Taschen abzulegen. Die angeleitete Klasse ist der Auftakt jeder Woche, an die sich vier Tage im sog. Mysore-Stil (d.h. selbstständiges Üben) anschließen und die mit einer weiteren Primary Series Led Class am 6. Wochentag abschließt.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Die erste Praxis</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Die Halle füllt sich, erfüllt von Geplauder. In der Menschenmenge erkenne ich das ein oder andere bekannte Gesicht vom letzten Jahr wieder, Gesichter und Sprachen aus sämtlichen Teilen der Welt. Neben Englisch nehme ich asiatisch, spanisch, portugiesisch, italienisch, indisch, russisch klingende Wortfetzen auf. <br>10 Minuten vor Beginn dämpft sich der Geräuschpegel zu einem summenden Getuschel und Murmeln und schließlich wird es ganz ruhig. Der ein oder andere schiebt sich abgehetzt noch durch die Eingangstür und sucht nach einem freien Platz, die SYC-Shala – in Größe einer Turnhalle – ist jetzt bis auf die letzte Reihe mit Matten ausgelegt. <br>Ich bin aufgeregt. Nach langer Reise habe ich Respekt vor der ersten Praxis, in dem die Länge jeder Ein- und Ausatmung im Sanskrit-Count angeleitet wird. Hoffentlich machen Körper und Kreislauf nach dem Jetlag und dem vielen Sitzen diese fordernde Praxis am frühen Morgen mit. </p>



<p class="wp-block-paragraph">In den Sonnengrüßen – sieben Surya A, fünf Surya B – wird mein Blickfeld beim Aufrichten schwarz, dann finde ich in den Bewegungsfluss, die Gruppenenergie trägt durch die Praxis, der Körper wird durch die Wärme weich. Sharath läuft die Reihen ab, beobachtet. In Navasana nach den Vorwärtsbeugen zählt Sharath extra langsam, hält den Count an, die Oberschenkel brennen. Dann ein kurzes Aufatmen – der anstrengendste Teil liegt hinter mir – bis zum Kopfstand: Sharath zählt bis sieben und unterbricht, fängt an mit einem Schüler zu sprechen. Ich schiebe die Unterarme in die Matte, meine verschränkten Finger gleiten langsam aber sicher immer weiter auseinander. Gedanklich bin ich weit über die 15 Atemzüge hinaus, da fängt Sharath wieder bei fünf an. Als wir in Utplutih ankommen, hält mich nur mein Widerwille noch davon ab, mich in dem letzten Asana vor dem letzten Atemzug auf die Matte absinken zu lassen. <br>Bevor wir uns in die Endentspannung ablegen, grinsen sich Eline und ich erleichtert und erschöpft an &#8211; wir haben es geschafft, bis hierin&#8230;<br>Wir sind aus demselben Flieger gestiegen und haben uns um 2 Uhr nachts bei der Pass- und Visumskontrolle in Bangalore – nach einem Jahr unserer ersten Begegnung in Mysore – wieder getroffen. Sind um 4 Uhr mit dem Bus von Bangalore nach Mysore weitergereist.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Erstes Ankommen</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Am Morgen, umringt von sich ausgelassen unterhaltenden abreisenden Yogis der auslaufenden Saison trinken wir einen doppelten Espresso. Um uns bis zum Abend auf den Beinen zu halten und um erledigen zu können, was es zu erledigen gibt – Anmeldung und Registrierung am Sharath Yoga Center, Besorgen einer indischen Handynummer, Anmieten eines Rollers. <br>Als sich Laruga Glaser – Ashtanga Yoga Star und zertifizierte Lehrerin – neben uns niederlässt, können wir es kaum fassen, die Bewunderung steht uns in die Gesichter geschrieben. <br>Es erstaunt mich, wie viele Menschen, auch Familien mit Kindern, aus der ganzen Welt nach Mysuru in Karnataka reisen, um sechs Tage die Woche für zwei Monate vor allen anderen aufzustehen<br>Sich frühmorgens auf den Weg an den Stadtrand machen, dort etwa eine Stunde warten und dann eineinhalb bis zwei Stunden auf eine sehr traditionelle Weise Yoga üben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><strong>&#8220;No one can force you to practice Yoga, the desire to learn must come from within you&#8221; </strong></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>(Sharath Jois)</strong></p>



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