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	<title>Yogaphilosophie Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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	<description>Yoga- und Raumangebot in Freiburg</description>
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	<title>Yogaphilosophie Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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		<title>Brahmacharya</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 07:26:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga-Buchclub]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga-Philosophie & Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein kleiner Teil auf dem achtgliedrigen Pfad des Yoga Neben unserer aktuellen Lektüre im Yoga Book Club lesen wir fortlaufend in dem Buch „Die Yamas und Niyamas“ von Deborah Adele. Diesen Monat stand das Kapitel über Brahmacharya im Mittelpunkt – ein Begriff, der sich mit Mäßigung oder Enthaltsamkeit übersetzen lässt. Doch was bedeutet das eigentlich, und wie lässt sich dieses Prinzip im modernen Alltag leben? Der achtgliedrige Pfad Wenn wir heute sagen: „Ich mache Yoga“, meinen wir meist die Praxis auf der Matte – die Körperhaltungen, die sogenannten Asanas. Doch Yoga ist viel mehr als körperliche Bewegung. Es ist ein... </p>
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<h2 class="wp-block-heading">Ein kleiner Teil auf dem achtgliedrigen Pfad des Yoga</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Neben unserer aktuellen Lektüre im Yoga Book Club lesen wir fortlaufend in dem Buch „Die Yamas und Niyamas“ von Deborah Adele. Diesen Monat stand das Kapitel über Brahmacharya im Mittelpunkt – ein Begriff, der sich mit Mäßigung oder Enthaltsamkeit übersetzen lässt. Doch was bedeutet das eigentlich, und wie lässt sich dieses Prinzip im modernen Alltag leben?</p>



<h2 class="wp-block-heading">Der achtgliedrige Pfad</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir heute sagen: „Ich mache Yoga“, meinen wir meist die Praxis auf der Matte – die Körperhaltungen, die sogenannten Asanas. Doch Yoga ist viel mehr als körperliche Bewegung. Es ist ein umfassender Lebensweg, der Körper, Geist, Seele und alltägliches Handeln miteinander verbindet. Patanjali beschreibt im Raja Yoga – auch bekannt als Ashtanga Yoga – acht Glieder, die nach und nach zu innerer Klarheit führen und schließlich zu dem Zustand, den man Samadhi nennt: das Einssein mit allem, höchstes Bewusstsein.&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Yamas &#8211; Ethischen Grundregeln im Umgang mit der Umwelt</li>



<li>Niyamas &#8211; Ethischen Grundregeln bezogen auf dein Umgang mit dir Selbst</li>



<li>Asana &#8211; Körperhaltungen</li>



<li>Pranayama &#8211; Atemübungen</li>



<li>Pratyahara &#8211; Rückzug der Sinne</li>



<li>Dharana &#8211; Konzentration</li>



<li>Dhyana &#8211; Meditaion</li>



<li>Samadhi &#8211; höchste Glückseligkeit</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Die beiden ersten Glieder dieses Weges, die Yamas und Niyamas, bilden die ethische Grundlage des Yoga. Sie sind wie eine innere Landkarte, die uns Orientierung im Umgang mit der Welt und mit uns selbst gibt. Yamas beschäftigen sich mit unseren Beziehungen zu anderen und zur Umwelt, Niyamas mit der Beziehung zu uns selbst. So kann Yoga dich durch dein gesamtes Leben begleiten.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yamas:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Ahimsa &#8211; Gewaltlosigkeit</li>



<li>Satya &#8211; Wahrhaftigkeit</li>



<li>Asteya &#8211; Nicht-Stehlen</li>



<li>Brahmacharya &#8211; Mäßigung</li>



<li>Aparigraha &#8211; Nicht-Anhafen/Bescheidenheit</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Niyamas:&nbsp;</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Saucha &#8211; Reinheit</li>



<li>Santosha &#8211; Zufriedenheit</li>



<li>Tapas &#8211; Disziplin</li>



<li>Svadyaya &#8211; Selbststudium</li>



<li>Ishvara Pranidhana &#8211; Hingabe zum Göttlichen</li>
</ul>



<h2 class="wp-block-heading">Brahmacharya</h2>



<p class="wp-block-paragraph">In dem heutigen Blogartikel möchte ich mich auf das vierte Yama konzentrieren, Brahmacharia. Besonders in alten indischen Texten wird das Yama oft als Zölibat verstanden, also sexueller Enthaltsamkeit. Doch in einer heutigen Auslegung, wie Deborah Adele sie beschreibt, geht es nicht um strikten Verzicht, sondern um ein gesundes Maß in allem. Brahmacharya ist eine Einladung, bewusst mit unserer Energie umzugehen und Balance zu finden zwischen „zu viel“ und „zu wenig“.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Allein Ahimsa, das Prinzip der Gewaltlosigkeit gibt bereits vor, nicht über die Stränge zu schlagen. Denn mit einem übermäßigen Konsum fügen wir unserer Umwelt schaden zu, indem Ressourcen nicht geachtet und Lebensräume von Mensch und Tier dadurch negativ beeinträchtigt werden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Prinzip der Mäßigung lässt sich wunderbar im Alltag beobachten. Beim Essen zum Beispiel: Wenn wir zu wenig essen, bleibt ein Gefühl von Mangel; essen wir zu viel, fühlen wir uns träge oder überfüllt. Durch achtsames, langsames Essen spüren wir, wann genug wirklich genug ist. So wie beim Essen gilt auch in anderen Lebensbereichen, dass es nicht darum geht, uns schöne Dinge zu versagen. Es geht darum, Genuss bewusst zu erleben, ohne in Maßlosigkeit oder Abhängigkeit zu fallen. Brahmacharya bedeutet, unsere Lebensenergie zu achten und nicht zu verschwenden.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Deborah Adele schreibt dazu: „Übermäßiger Genuss erstickt die Lebenskraft genauso, wie zu viele Holzscheite im Kamin das Feuer zum Erlöschen bringen.“ Diese Metapher fasst das Wesen von Brahmacharya schön zusammen. Mäßigung ist kein Verlust, sondern eine Kunst des lebendigen Gleichgewichts. Erst wenn wir aufhören, ständig nach „mehr“ zu streben, öffnen wir uns für die Fülle des Augenblicks.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Leben nach diesem Prinzip kann eine tiefe Verbundenheit entstehen lassen. Wenn wir erkennen, dass alles miteinander in Beziehung steht, fällt es leichter, allem mehr Wertschätzung entgegen zu bringen und Dingen mit mehr Akzeptanz zu begegnen.&nbsp;</p>



<h2 class="wp-block-heading">Bramacharya auf der Matte</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn wir in einer Yogastunde sind bedeutet Bramacharya immer wieder mit sich selbst einzuchecken, welche Intensität oder Variation einer Asana gerade angemessen ist für die eigene Verfassung. Es bedeutet ein gutes Gleichgewicht zu finden zwischen Aktivierung und Entspannung, Kräftigung und Dehnung, zwischen Herausforderung und Sicherheit. . Auf den eigenen körper zu hören und die PRaxis zu siener eigenen ganz individuelllen zu machen. Denn das ist mit eins der Obersten Ziele von Yoga: Balance in allen Lebensbereichen zu erhalten oder zu etablieren. Nur, wenn wir das richtige Maß finden kann nachhaltige Entwicklung entstehen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein Beispiel aus meinem Alltag: Beim Klettern habe ich erlebt, wie wichtig ein gesunder Umgang mit Angst ist. Nach einem Sturz bringt es wenig, sich direkt wieder zu überfordern. Genauso wenig hilft es aber, die Herausforderung komplett zu vermeiden. Stattdessen braucht es eine schrittweise Annäherung. Es braucht genug Sicherheit, um Vertrauen aufzubauen, und gleichzeitig genug Herausforderung, um zu wachsen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Genau das ist Brahmacharya: die Fähigkeit, die eigene Komfortzone bewusst zu erweitern, ohne sich zu überfordern.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Brahmacharya im Alltag leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Doch ein Großteil der Praxis findet abseits der Matte statt. Brahmacharya im Alltag zu leben bedeutet, achtsam mit der eigenen Energie umzugehen und zu erkennen, wann „genug“ erreicht ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Überlege dir also, was macht dich Lebendig. Frage dich am Ende eines Tages nicht, was du heute alles geschafft hast, sondern welche Momente bei dir ein Staunen, eine echte Wertschätzung hinterlassen haben. Wo kannst du das „Heilige“ im Alltäglichen erkennen? Bedeutet, wo kannst du dem Moment Wertschätzung entgegenbringen und die Verbindung zwischen allen Dingen wahrnehmen.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Das „echte“ Leben</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Und gleichzeitig stellt sich eine ehrliche Frage: Brauchen wir nicht auch manchmal Extreme, um das Leben wirklich zu spüren?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Höhen und Tiefen gehören zum Menschsein dazu. Sie lassen uns wachsen, lassen uns Intensität erfahren und schaffen Kontraste, durch die wir das Gleichgewicht überhaupt erst wahrnehmen können.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ein ähnliches Prinzip kennen wir aus der Arbeit mit dem Nervensystem: Ein reguliertes Nervensystem ist nicht eines, das ständig ruhig ist. Sondern eines, das flexibel auf Stress reagieren und sich wieder regulieren kann. Auch Stress ist – im richtigen Maß – nicht schädlich, sondern sogar notwendig für Entwicklung. Vielleicht geht es also gar nicht darum, Extreme komplett zu vermeiden, sondern darum, bewusst mit ihnen umzugehen. Sie zu erleben, ohne sich in ihnen zu verlieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Einladung zum Yoga Book Club</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du mehr über die Yamas und Niyamas erfahren möchtest und dich in Person über yogaphilosophische Themen austauschen möchtest bist du herzlich willkommen im Yoga Book Club. Das nächste Treffen findet am 13. Juni statt. Alle aktuellen Infos zum Yoga Book Club findest du in unserem <a href="https://www.whatsapp.com/channel/0029Vb5yFH1DzgTJFHZ8M12O">Whatsapp-Kanal</a>. Mehr Gedanken über Yoga teile ich auf <a href="https://www.instagram.com/_elisa_yoga?utm_source=ig_web_button_share_sheet&amp;igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==">Instagram</a> oder in meinen <a href="https://deinyoga-deinweg.de/">Yogastunden</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><br><br><br></p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Neuro-Yoga: Wie Yoga auf unser Gehirn wirkt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elisa]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 11:32:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Yoga-Buchclub]]></category>
		<category><![CDATA[Yoga-Philosophie & Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Achtsamkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Yogaphilosophie]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kapitel 1 &#8211; Der Ausgangspunkt unserer Yoga-Praxis: Das sich selbst überlassene Gehirn Im Februar sind wir mit dem Yoga Buch Club in eine neue Runde gestartet, diesmal mit dem Buch „Neuro-Yoga &#8211; Wie die alte Weisheitspraxis auf unser Gehirn wirkt“ von Anna Trökes und Bettina Knothe. Ein spannendes Thema, das uralte Yogaphilosophie mit modernen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet. Was ist das Ziel von Yoga? Schon bei unserer letzten Lektüre wurde deutlich: Yoga lässt sich kaum durch eine konkrete Praxis definieren. Yoga ist lebendig, vielfältig und im ständigen Wandel.Ein Leser hat unter meinem letzten Artikel die berechtigte Frage gestellt: Gibt es denn... </p>
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<h2 class="wp-block-heading">Kapitel 1 &#8211; Der Ausgangspunkt unserer Yoga-Praxis: Das sich selbst überlassene Gehirn</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Im Februar sind wir mit dem <em>Yoga Buch Club</em> in eine neue Runde gestartet, diesmal mit dem Buch <em>„Neuro-Yoga &#8211; Wie die alte Weisheitspraxis auf unser Gehirn wirkt“</em> von Anna Trökes und Bettina Knothe. Ein spannendes Thema, das uralte Yogaphilosophie mit modernen neurowissenschaftlichen Erkenntnissen verbindet.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Was ist das Ziel von Yoga?</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Schon bei unserer letzten Lektüre wurde deutlich: Yoga lässt sich kaum durch eine konkrete Praxis definieren. Yoga ist lebendig, vielfältig und im ständigen Wandel.<br>Ein Leser hat unter meinem letzten Artikel die berechtigte Frage gestellt: Gibt es denn überhaupt einen unveränderlichen Kern oder eine Art übergeordnetes Ziel von Yoga?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Trökes und Knothe nehmen sich dem an und nennen das übergeordnete Ziel eines klaren Geistes. Doch was genau ist damit gemeint? Um dem nachzugehen, verbinden die Autorinnen alte yogische Vorstellungen vom Geist mit aktuellen Erkenntnissen der Gehirnforschung.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Ein klarer Geist, was bedeutet das? </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Das Ziel eines klaren Geistes verweist auf das Yogaverständnis nach Patanjalis in den Yoga Sutras: <em>„Yoga Citta Vritti Nirodhah“</em> bedeutet so viel wie: <em>Yoga ist das Zur-Ruhe-Kommen der Aktivitäten des Geistes.</em><br>Beim ersten Lesen klingt das ganz simpel &#8211; verstanden, oder? Doch im Gespräch wurde schnell deutlich, wie komplex dieses Konzept wirklich ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Unsere Denkmuster, im Sanskrit <em>Vrittis</em> genannt, sind wie Wellenbewegungen in unserem Bewusstsein. Sie können verschiedene Zustände annehmen:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong><em>Nidra</em></strong> beschreibt den unbewussten Zustand im Schlaf.</li>



<li><strong><em>Smritti</em></strong> steht für Erinnerung.</li>



<li><strong><em>Vikalpa</em></strong> bezeichnet alles, was nur in unserer Vorstellung existiert.</li>



<li><strong><em>Viparyaya </em></strong>bedeutet Verbledung oder auch „falsches“ Wissen.</li>



<li><strong><em>Pramana </em></strong>ist die reine Wahrnehmung.</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Diese geistigen Regungen werden ständig von Prägungen (<em>Samskaras</em>) und Triebkräften (<em>Kleshas</em>) beeinflusst, etwa von Ängsten, Abneigungen, Verlangen, dem egozentriertem Selbsterhaltungstrieb oder Irrtümern. Man kann sich das wie eine Brille vorstellen, die unsere Wahrnehmung trübt. Durch diese Brille entsteht eine verzerrte Sicht, im Yoga <em>Viparyaya</em> genannt. Ziel der Praxis ist es, diese trüben Filter zu erkennen und zu überwinden, um wieder zu einer klaren, unverfälschten Wahrnehmung (<em>Pramana</em>) zu gelangen.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Wie Yoga unser Gehirn formt</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Jeder Reiz, den wir von außen empfangen, wird durch unsere Prägungen bewertet. Das hilft unserem Gehirn, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Ohne diese automatisierten Abläufe wären wir schnell überfordert von der Reizflut der modernen Welt. Jeder Reiz hinterlässt wiederum selbst neue Spuren in unserem Nervensystem, die prägend sind für zukünftige Reizverarbeitungen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Yoga bietet uns Werkzeuge und Methoden, um innezuhalten und diese automatischen Prozesse bewusst wahrzunehmen. Durch Achtsamkeit und Selbstbeobachtung können wir Muster erkennen und in tiefere Schichten des Bewusstseins eintauchen. So entsteht die Möglichkeit, unser Gehirn im übertragenen Sinn <em>neu zu programmieren</em>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das ist der Kern von Selbstwirksamkeit: die Fähigkeit, Erfahrungen im Hier und Jetzt wahrzunehmen, anzunehmen und achtsam mit ihnen umzugehen, frei von den trübenden Denkmustern, die uns oft unbewusst leiten. Nur so sind wirklich freie, selbstwirksame Entscheidungen möglich und wir sind unseren Denkmustern nicht länger ausgeliefert.&nbsp;</p>



<h3 class="wp-block-heading">Alles passiert im Kopf? </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ein weiterer Aspekt hat uns beim Lesen besonders beschäftigt: Unser menschliches Gehirn ist einzigartig, da wir dazu in der Lage sind in Zukunft und Vergangenheit denken zu können. Das führt leider nur all zu Oft zu endlosen Gedankenspiralen, Sorgen, Ängsten und negativen Gefühlen. Dabei dürfen wir uns, wie im ersten Kapitel des Buches beschrieben wird, vor Augen führen, dass es in der Welt außerhalb unseres Geistes diese Probleme nicht gibt. Im Außen existieren lediglich neutrale Ereignisse. Dissonanzen entstehen erst in unserem Inneren, in der Art, wie wir Dinge bewerten. Empfundene Probleme könnten demnach nur innerhalb des „Ich“ gelöst werden. Eine provokante These, oder?&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Schnell kam in unserer Runde die Frage auf: Bedeutet das, dass jede:r allein für sein eigenes Leid verantwortlich ist, auch wenn dieses durch gesellschaftliche Strukturen oder Ungerechtigkeiten entsteht?<br>Ich konnte diesen Widerspruch für mich noch nicht ganz auflösen. Doch ich habe im Gespräch mit den Anderen verstanden: Auch wenn Leid nicht immer selbst verursacht ist, kann Yoga uns helfen, einen inneren Zustand zu finden, der Kraft und Klarheit schenkt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese innere Stärke kann ein erste Schritt sein, sei es, um das eigene Leid anzuerkennen, Hilfe zu suchen oder bewusst Veränderungen einzuleiten. Yoga zeigt uns den Weg, der zwischen Annahme und Handlung liegt.</p>



<h3 class="wp-block-heading">Einladung zum Yoga Book Club </h3>



<p class="wp-block-paragraph">Ich hoffe, dieser kleine Einblick konnte dir das Verständnis unseres Geistes und die Verbindung zwischen Yoga und Gehirn etwas näherbringen.<br>Wenn du neugierig geworden bist und heraus finden möchtest, wie das auf neurologische Vorgänge in unserem Gehirn übertragbar ist: Komm gerne zu unserem nächsten Treffen des <em>Yoga Book Clubs</em> oder hinterlasse einen Kommentar mit deinen Gedanken. Ich freue mich über Austausch, Fragen und neue Perspektiven, denn gemeinsames Nachdenken ist schließlich auch Yoga.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <strong>nächsten Treffen findet am 15. März um 11 Uhr im Yoga Raum</strong>&nbsp;statt.&nbsp;Alle aktuellen Infos zum Yoga Book Club findest du in unserem&nbsp;<a href="https://www.whatsapp.com/channel/0029Vb5yFH1DzgTJFHZ8M12O">Whatsapp-Kanal</a>. Mehr Gedanken über Yoga teile ich auf&nbsp;<a href="https://www.instagram.com/_elisa_yoga?utm_source=ig_web_button_share_sheet&amp;igsh=ZDNlZDc0MzIxNw==">Instagram</a>&nbsp;oder in meinen&nbsp;<a href="https://deinyoga-deinweg.de/">Yogastunden</a>.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Autorin: Elisa Kleinstück</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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