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	<title>Ruhe Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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	<description>Yoga- und Raumangebot in Freiburg</description>
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	<title>Ruhe Archives - YOGARAUM Freiburg</title>
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		<title>Diese eine Sekunde, in der uns etwas trifft und wir sofort reagieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Dec 2025 16:01:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>&#8220;Wenn uns etwas verletzt oder verunsichert, an unseren Glaubenssätzen rüttelt und unsere automatischen Reaktionen ohne Bewusstsein anspringen lässt, beginnen wir innerlich zu erklären und deuten oft schneller, als wir fühlen können, was wirklich los ist.&#8221; Es gibt Wochen, in denen ich mich auf das Kissen setze und sofort spüre, wie ich innerlich ein Stück tiefer sinke. Und dann gibt es diese anderen Wochen, die ein wenig rau beginnen. Die, in denen ich mich hinsetze, und noch bevor ich richtig in meinem Atem ankomme, merke ich, dass etwas in mir arbeitet, das ich nicht greifen kann. Die letzten Tage waren genau... </p>
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<p class="wp-block-paragraph"><em>&#8220;Wenn uns etwas verletzt oder verunsichert, an unseren Glaubenssätzen rüttelt und unsere automatischen Reaktionen ohne Bewusstsein anspringen lässt, beginnen wir innerlich zu erklären und deuten oft schneller, als wir fühlen können, was wirklich los ist.&#8221;</em><br><br>Es gibt Wochen, in denen ich mich auf das Kissen setze und sofort spüre, wie ich innerlich ein Stück tiefer sinke. Und dann gibt es diese anderen Wochen, die ein wenig rau beginnen. Die, in denen ich mich hinsetze, und noch bevor ich richtig in meinem Atem ankomme, merke ich, dass etwas in mir arbeitet, das ich nicht greifen kann. Die letzten Tage waren genau so. Das Atemzählen war ruhiger als sonst, fast stabil, und gleichzeitig schob sich etwas von innen nach oben, ein Gefühl ohne klare Form, ein leises inneres Ziehen, das noch keinen Namen hatte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lange Zeit dachte ich, dass Ärger meine größte Baustelle ist. Eines dieser Kleshas*, innere Muster, die uns manchmal im Weg stehen. Ärger erkenne ich sofort. Er kommt mit Wärme, sogar Hitze und schnellem Tempo, mit einer sehr direkten Energie. Aber in dieser Woche hat sich etwas anderes gezeigt, etwas viel Leiseres, das sich nicht mit Kraft ankündigt, sondern sich in meine Gedanken einschleicht, bevor ich es bemerke. Dieses subtile Vergleichen. Dieses leichte innere Aufrichten. Diese kleine Stimme, die sagt: „Ich weiß schon, wie du bist. Und genau weil sie so leise ist, bin ich oft viel zu spät dabei, sie zu erkennen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Moment, der mir das gezeigt hat, war eigentlich unscheinbar. Ich saß in einem Restaurant, wartete auf mein Essen, schaute ein wenig herum. Ein Mädchen fiel mir auf, laut und fordernd, so wie Kinder manchmal sind. Ich nahm es wahr und dachte nicht weiter darüber nach. Stunden später hörte ich ihrem Vater zu, der einen Vortrag hielt. Ein Mann, der vieles von dem ausstrahlte, was diese Welt gerne als erfolgreich bezeichnet. Gutaussehend, gebildet, klar in seiner Sprache, aus einem Umfeld, in dem alles, was er angeht, sofort funktioniert.&nbsp;Und in genau diesem Moment spürte ich eine Reaktion in mir. Nicht sichtbar nach außen, aber deutlich in mir drin.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Es war dieser kleine innere Stich, den man spürt, bevor man ihn versteht. Und noch bevor ich wirklich fühlen konnte, was berührt wurde, war mein Kopf schon damit beschäftigt, alles einzuordnen. So ein Mann würde mich niemals wahrnehmen. Er lebt in einer ganz anderen Welt. Seine Tochter ist bestimmt genauso. Ein Gedanke führte zum nächsten, und plötzlich hatte ich eine ganze Deutung in der Hand, die eigentlich nur eines tat. Sie lenkte mich von dem weg, was tief in mir angestoßen wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das war ein unangenehmer Moment, aber vor allem ein ehrlicher. Und genau in dieser Ehrlichkeit wurde etwas sichtbar, das ich lange nicht so klar gesehen habe. Ich merkte, dass immer dann, wenn ich mich innerlich kleiner fühle als jemand anderes, ein sehr schneller Reflex einsetzt. Etwas in mir stuft die andere Person innerlich ein Stück herunter, damit ich mich wieder stabiler fühle. Es passiert so leise und so schnell, dass es wie eine intuitive Beobachtung wirkt. In Wirklichkeit ist es ein Schutz, ein Versuch, innerlich wieder ein Gleichgewicht herzustellen, wenn etwas in mir berührt wurde.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Manchmal bekommt dieser Reflex sogar einen spirituellen Klang. Dann formt mein Kopf Gedanken wie: Ich sehe tiefer. Ich bin ehrlicher mit mir. Ich durchschaue das. Worte, die sich reif und reflektiert anhören. Aber am Ende bleibt es das gleiche Muster, nur eingepackt in eine ruhige und schöne Version davon.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Als ich das erkannte, tauchte zuerst etwas wie Scham auf, eine Wärme im Brustkorb. Und kurz danach eine Erleichterung. Ein Aufatmen. Denn sobald diese inneren Bewegungen sichtbar werden, verlieren sie ihre Schwere. Sie sind nicht mehr verborgen. Etwas in mir wird klarer und weicher.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Was mich in diesem Moment gehalten hat, war das einfache Üben. Das Atemzählen. Der Atem an den Nasenflügeln. Das sanfte Zurückkehren zu genau dem Punkt, an dem ich gerade bin. Es gab genug Stabilität, um zu sehen, wie mein Inneres reagiert, ohne von dieser Reaktion mitgerissen zu werden. Und gleichzeitig wurde mir bewusst, wie oft meine Gedanken einsetzen, bevor ich überhaupt fühlen kann, was mich wirklich trifft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Diese Woche hat mich daran erinnert, dass Meditation ein Weg mit Kurven ist. Manchmal beruhigt sich der Atem nur so weit, dass etwas Tieferes überhaupt sichtbar werden kann. Und manchmal ist der größte Fortschritt nicht die Ruhe, sondern die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen. Genau da, wo wir sonst ausweichen würden. Dieses Hinsehen verändert etwas. Es macht weicher. Es macht weiter.<br><br><strong>Reflexions Übung:&nbsp;<br></strong><br>Vielleicht kennst du solche Momente. Eine Begegnung, ein Blick, ein Tonfall, und plötzlich bewegt sich etwas in dir. Wenn du magst, schenke diese Woche ein wenig Aufmerksamkeit genau diesen ersten Sekunden. Dem feinen Gefühl, das auftaucht, bevor der Kopf beginnt zu erklären. Nicht um es zu bewerten. Nur um es zu bemerken.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzlich<br>Sarah</p>
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		<title>Unsere innere Atmosphäre</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Nov 2025 20:18:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Innere Wahrnehmung zeigt sich oft schon beim gemeinsamen Ankommen. Es gibt Abende, an denen ich sofort spüre, wie verschieden die inneren Atmosphären im Raum sind. Nicht, weil jemand etwas sagt, sondern weil sich etwas im Feld verändert, wenn Menschen aus einem vollen Tag heraus langsam in die Stille finden. Diese feine Schwingung entsteht, wenn wir noch halb im Außen sind und gleichzeitig ahnen, dass wir gleich im Innen landen. Was wir mitbringen, wenn wir still werden Vielleicht kennst du das auch. Du setzt dich hin, schließt die Augen, und erst in diesem Moment wird spürbar, was du eigentlich alles mitgebracht... </p>
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<h6 class="wp-block-heading has-text-align-left"></h6>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Innere Wahrnehmung</strong> zeigt sich oft schon beim gemeinsamen Ankommen. Es gibt Abende, an denen ich sofort spüre, wie verschieden die inneren Atmosphären im Raum sind. Nicht, weil jemand etwas sagt, sondern weil sich etwas im Feld verändert, wenn Menschen aus einem vollen Tag heraus langsam in die Stille finden. Diese feine Schwingung entsteht, wenn wir noch halb im Außen sind und gleichzeitig ahnen, dass wir gleich im Innen landen.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Was wir mitbringen, wenn wir still werden</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht kennst du das auch. Du setzt dich hin, schließt die Augen, und erst in diesem Moment wird spürbar, was du eigentlich alles mitgebracht hast. Der Körper möchte einmal tief durchatmen. Der Kopf hält noch an irgendeinem Gedanken fest. Eine Müdigkeit taucht auf, die vorher keinen Raum hatte. Tief im Bauch zeigt sich ein Restanspannung. Gleichzeitig entsteht ein leiser Wunsch, für einen Moment einfach da sein zu dürfen, ohne leisten zu müssen.<br><br><strong>Die vielschichtige innere Landschaft</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">In dieser letzten Stunde war genau dieses innere Feld sehr deutlich. Es zeigte sich als ein vielschichtiges Zusammenspiel, das oft erst sichtbar wird, wenn wir still werden. Selten ist nur eine Stimmung da. Meist liegt ein Geflecht feiner Bewegungen darunter: ein Teil, der noch im Tun hängt, ein anderer, der sich schützen möchte, ein sensibler Anteil, der erst im Ruhigen hörbar wird, und vielleicht auch eine kleine Offenheit, die flüstert: Ich bin da.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Während wir saßen, wurde sichtbar, wie lebendig diese innere Landschaft ist. Sie verändert sich, manchmal kaum merklich, manchmal klar spürbar. Fast so, als würde sich ein dichter Nebel im Inneren langsam lichten. Schwere zeigt sich dann nicht nur als Müdigkeit, sondern als Wunsch nach Halt. Unruhe offenbart manchmal ihren Ursprung in einem wachen, empfindsamen Teil, der Orientierung sucht. Und Widerstand und Offenheit liegen oft näher beieinander, als wir denken.<br><br><strong>Ein Raum für alles, was da ist</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Das stille Sitzen erinnert uns daran, dass kein Moment eindimensional ist. Jeder Augenblick trägt mehrere Schichten in sich, und alle haben ihre Berechtigung. Unsere Praxis lädt uns ein, diese Strömungen nicht zu ordnen oder zu bewerten, sondern sie wahrzunehmen. Mit einer Aufmerksamkeit, die weich ist und nichts erzwingen möchte.</p>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>Reflexion für die Woche</strong></h3>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht gibt es in den kommenden Tagen Augenblicke, in denen du spürst, dass dein innerer Zustand nicht eindeutig ist.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn du magst, halte für einen Atemzug inne und frage dich:<br>Was nehme ich gerade wahr?<br>Woraus besteht die Angst oder der Widerstand?<br>Wie fühlt sich die Müdigkeit an oder das Gefühl, keinen klaren Weg zu sehen?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Vielleicht bemerkst du dann, wie dieses einfache Wahrnehmen etwas löst und dich ein Stück näher zu dir selbst bringt.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Herzlich<br>Sarah</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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		<title>Subtile Bewusstheit entwickeln: Meditation als Weg nach innen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sarah Kempff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Nov 2025 15:26:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meditation und Mindfulness]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Subtile Bewusstheit entwickeln heißt, in der Meditation vom groben zum feinen Erleben zu gelangen. Durch das stille Sitzen, das Verlangsamen und das Reduzieren äußerer Reize beginnen wir, uns selbst genauer wahrzunehmen. Wir können hier das Zusammenspiel unserer Emotionen und Gedanken erstmal lernen zu benennen, so zu verlangsamen, dass wir die untergründigen Emotionen unserer Gedanken erforschen können. Warum fühle ich mich verletzt? Da ist Neid in mir, ich vergleiche mich mit anderen und entweder ich ziehe den Kürzeren oder stelle mich über den anderen. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich mich über mein Leben beschwere. Dabei übersehe ich die Sachen,... </p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><strong>Subtile Bewusstheit entwickeln</strong> heißt, in der Meditation vom groben zum feinen Erleben zu gelangen. Durch das stille Sitzen, das Verlangsamen und das Reduzieren äußerer Reize beginnen wir, uns selbst genauer wahrzunehmen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir können hier das Zusammenspiel unserer Emotionen und Gedanken erstmal lernen zu benennen, so zu verlangsamen, dass wir die untergründigen Emotionen unserer Gedanken erforschen können. Warum fühle ich mich verletzt? Da ist Neid in mir, ich vergleiche mich mit anderen und entweder ich ziehe den Kürzeren oder stelle mich über den anderen. Ich ertappe mich oft dabei, wie ich mich über mein Leben beschwere. Dabei übersehe ich die Sachen, die gut sind, die gut laufen und wie gut es mir geht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wir Menschen sind ein komplexes System und Meditation erlaubt uns, uns sehr intim kennenzulernen. Unser Geist hat ca. 60.000 Gedanken pro Tag, die wir mit den damit verbundenen Impulsen und Gefühlen verarbeiten. Die Gedanken, die unverarbeitet bleiben, werden im Unterbewusstsein gespeichert oder vorläufig dorthin verschoben. Die Speicherkapazität unseres Unterbewusstseins ist jedoch begrenzt. Wenn sie in unserem Unterbewusstsein gelagert werden, verlieren wir die Kontrolle über die Ergebnisse und den Zeitpunkt unserer Reaktionen auf sie.<br><br><strong>Subtile Bewusstheit entwickeln</strong> bedeutet, den eigenen inneren Prozessen mit Klarheit, Geduld und Aufmerksamkeit zu begegnen. Meditation erlaubt uns, Zeit zu nehmen, um diese bewusst zu verarbeiten. Dabei helfen Meditationstechniken, Yoga, Atemtechniken und andere Formen, wie wir mit unserer Lebensenergie umgehen (Tai Chi, Ayurveda etc.).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Reise nach innen ist nicht immer bequem, aber sie lohnt sich, denn indem wir uns selbst wirklich kennenlernen, finden wir die Freiheit, bewusst zu antworten statt unbewusst zu reagieren. Wir erfahren Freiheit, wenn wir wählen, anstatt auf alles zu reagieren.</p>



<h2 class="wp-block-heading">Reflexionsübung</h2>



<p class="wp-block-paragraph">Nimm dir, wenn du möchtest, 5-10 Minuten Zeit, um in Ruhe zu sitzen. Schließe deine Augen und bringe deine Aufmerksamkeit zu deinem Atem. Ohne etwas verändern zu wollen, beobachte einfach:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wo in deinem Körper spürst du Anspannung?</li>



<li>Welche Emotion ist gerade präsent?</li>



<li>Welcher wiederkehrende Gedanke taucht immer wieder auf?</li>
</ul>



<p class="wp-block-paragraph">Beurteile nichts und versuche nichts zu beheben, beobachte einfach mit Neugierde und Mitgefühl. Wenn du möchtest, schreibe nach deiner Praxis auf, was du entdeckt hast.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel Spaß beim Praktizieren!</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sarah</p>



<p class="wp-block-paragraph"></p>
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